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Konstantin

Klassenfahrt #2

  • Category :Alltagsgeschichten
  • Date :12. Mai 2008
  • 1

Nachdem ich mir gerade noch einmal die Rimini-Klassenfahrtfotos auf der Abi-CD angeschaut habe und ich in tiefer Melancholie versunken bin, hat mich zum Schluss der Bilderserie der strahlende Philipp auf die Idee der nächsten Aktion gebracht.
Es war abends und unsere Gruppe war gespalten. Zum einen waren da Kai, Christian, Thomas u.v.m. in der Disco. Über deren Angelegenheiten wage ich mich gar nicht zu urteilen – man hörte aber so einiges.
Doch das hat alles nichts mit dem grinsenden Philipp zu tun. Philipp und ich, wir waren nämlich die zweite Gruppe.
Ausgestattet mit genügend Dosenbier, was uns an jenem Abend als überdurchschnittlich lecker erschien (ohhh – dieses Heineken), wussten wir mit unserer Zeit recht wenig anzufangen.
Nicht unerwähnt bleiben darf dabei natürlich, dass ab um zehn Uhr Nachtruhe angesagt war. Uns wurde mit drastischen Sanktionen seitens der Hotelleitung gedroht, würde dagegen verstoßen werden.
Philipp und ich machten uns die Tatsache zu Nutze und plauderten so hin und her. Das Heineken wurde auch so langsam leerer und wir entschieden uns zu telefonieren. Telefonieren erschien uns in dieser Situation als das, was man jetzt unbedingt gemacht haben musste. „Hey, ihr ward in Rimini?“ – „Ja, waren wir…“ – „Und, habt ihr auch telefoniert?“ … Auf diese Frage kann es nur eine Antwort geben: Wir haben das ganze Hotel von oben bis unten durchverwirrt oder wie man sagt.
Zuerst riefen wir oben an, bei der ILF-Abteilung (Isabelle, Linda-Christin, Franziska). „Buon giorno!“ – „Ja?“ – „It“s the police. We have received complains about the sound in your hotel.“ – „Äh.. Äh… [stottern]“. – „Yes, we would like you to be more silent otherwise we will be enforced to come to the hotel because noise is forbidden after 10 o“clock.“ Unser italienischer Akzent war grandios und wir sorgten damit für reichlich Verwirrung und Ruhe. Wir riefen weitere Zimmer an usw. Jedenfalls brüllten wir vor Lachen und unsere eigene Lautstärke war dadurch selber ziemlich hoch. Unsere Authenzität muss irgendwie gewirkt haben. Nun ja. Jedenfalls hieß es plötzlich von unten (wo wir gar nicht hintelefoniert hatten, da die ILF-Abteilungen alle unter dem Dach waren), dass es zu laut sei und dass die Polizei gleich kommen würde. Für Philipp, mich und die Heineken gab es nur eine Möglichkeit: Wir waren die Verursacher allen Übels. Wir schauten uns an und es ging uns durch den Kopf wie ein ICE über eine Bananenschale fährt: Flüchten. Oh Junge, bums, wir lagen sofort im Bett und haben uns klassisch selbst verarscht.
Aber anstatt bis zum nächsten Morgen durchzuschlafen kam irgendwann später Gerrit in unser Zimmer, was insofern merkwürdig war, da wir regeren Kontakt mit Golze anstatt mit Gerrit hatten.
Jedenfalls kam Gerrit in unser Zimmer, ich war also noch mehr verwirrt und Gerrit fragte ganz dreist, ob wir denn mit ihm einen kiffen würden. Ich weiß nicht mehr, was ich sagte, ich war einfach zu verwirrt. Aber ich glaube es war etwas in der Richtung, dass Gerrit ein Vollidiot sein müsse und schleunigst zusehen solle, wie er die Kurve kratzen könnte…
Am nächsten Morgen (oder war es abends?) besetzte ****** das Bad und ging mal richtig schön scheißen. Er zog ab, wusch sich die Hände und machte Platz für mich, der als nächster an der Reihe war. Ich ging aufs Klo und da lag sie: die Schwimmwurst. Ich zog ab. Sie war noch immer da. Ich zog noch mal. Nichts zu machen… Ich sagte ******, dass er etwas im Klo vergessen habe. Er kam rein, zog ab und wieder nichts. Die Schwimmwurst schwamm. Ich versuchte ****** klarzumachen, dass das so nicht weitergehen könne, ich wollte meinen eigenen Haufen machen und konnte einfach nicht, solange die Schwimmwurst noch da wäre. Wir zogen nochmal und nochmal und nochmal. Die Schwimmwurst war richtig hartnäckig. Es bahnte sich so langsam ein Lachkrampf an, der insofern problematisch war, da ich ja auch mal… Ich wollte Kai und Christian an meiner Freude teilhaben lassen und rannte runter in das Restaurant. ****** lachte sich derweil über seine eigene Scheiße tot. Ich dann also runter und rief durchs Hotelrestaurant: „Hey Leute, ****** hat geschissen und man kann“s nicht abspülen.“ Ich muss rot gewesen sein vor Lachstrapazen. Ich habe es sogar geschafft der strengsten Lehrerin, Frau Jorgol, ein Grinsen zu entlocken, über deren Kopf meine Worte schallend hinwegflogen.
Christian und Kai ließen sich den Anblick der legendärsten aller Würste nicht nehmen und stimmten ins fröhliche Gelächter ein. Heute, 1 1/2 Jahre danach bleibt uns nicht mehr viel von der Wurst – nur ein Bild unserer Gedanken und die Erkenntnis, dass auch Würste obenauf sein können.
Eines möchte ich ebenfalls nicht unerwähnt lassen: Hätte es beim Abi-Ball den Titel größter Tourist gegeben und hätte Marcel sein Abitur überhaupt gemacht, so wäre er der einmalige Gewinner gewesen. Seine Komposition moderner Mode mit den klassischen Aspekten der Tourismusbranche hätten in jedem Kostümverleih für Höchstgewinne gesorgt.‘

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1 Comments

  • ขายที่ดิน
    19. Oktober 2014 • Antworten

    ขายที่ดิน…

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