{"id":31,"date":"2008-05-12T23:00:30","date_gmt":"2008-05-12T21:00:30","guid":{"rendered":"http:\/\/volke.biz\/wp\/?p=31"},"modified":"2008-05-12T23:00:30","modified_gmt":"2008-05-12T21:00:30","slug":"irland-2001","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/volke.biz\/wp\/irland-2001\/","title":{"rendered":"Irland 2001"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><span style=\"font-size: 14pt; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Konstantins geheimes Tagebuch<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"><span> <\/span>(Nicht zu verwechseln mit Adelheids geheimen Tagebuch)<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Mittwoch, 18. Juli 2001.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Liebes Tagebuch,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">So gegen 19:04 und 23 Sekunden starteten wir von unserem trauten Heim um die restliche Besatzung unserer dreiw\u00f6chigen Reise einzusammeln. Um 19:30 Uhr Ortszeit starteten wir mit unserem Audi und vollem Gep\u00e4ck gen Holland, Belgien, Frankreich und schlie\u00dflich Irland. Tagebuch, es sollte vielleicht nicht unerw\u00e4hnt bleiben, dass ich am Vormittag noch bei meiner Kinder\u00e4rztin Frau Dr. Wolter war, die mir Z\u00e4pfchen gegen \u00dcbelkeit und Tabletten gegen meine Magen-Darm-Grippe verschrieb. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">So startete ich mit einem merkw\u00fcrdigen Gef\u00fchl im Magen. Die ersten zwei Stunden der Fahrt war ich in meine PC-Games vertieft. Dann schaute ich mir die qualmendste Ecke Deutschlands aus meinem Fenster an. Wer jetzt denkt, dass an der Autobahn jede Menge Raucher standen, liegt leider falsch, wir waren n\u00e4mlich im Ruhrgebiet. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Dann langsam wurde ich m\u00fcder und schlief ein.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Pl\u00f6tzlich wurde ich wach gemacht, es war auf einmal ganz dunkel. Ich dachte die Welt geht unter, aber es war doch nicht so schlimm wie angenommen, wir waren nur in Holland und haben Rast gemacht. Ich schl\u00fcrfte also den ersten holl\u00e4ndischen Fr\u00fcchtetee meines Lebens. Er hat allen \u00dcbels auch noch geschmeckt. Nun denn, ich verzog mich wieder ins Auto und schlief weiter.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Donnerstag, 19. Juli 2001.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Guten Morgen mein Tagebuch,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">ich wei\u00df jetzt leider nicht genau wie sp\u00e4t es ist, aber es ist noch dunkel, also bleiben da ja nicht so viele M\u00f6glichkeiten. Nach den Informationen aller Anwesenden sind wir mitten in Frankreich \u2013 um Pause zu machen. Ich hatte mich in den Niederlanden schon damit angefunden, also tat ich es jetzt auch. Wir gingen also wieder in die Rastst\u00e4tte rein und tranken wieder einen Tee. Allerdings dieses Mal einen Schwarzen. Die Franzosen scheinen nicht so fruchtbar zu sein. Wie schon gewohnt ging es zur\u00fcck ins Auto. Ich sah mich noch einmal um und sah die Lichter der Tank -und Raststelle verschwinden&#8230;<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Auf einmal wurde mir kalt. Ich wachte also schon wieder auf. Ich muss es im Urin gehabt haben \u2013 Pause. Diesmal lie\u00df ich mir allerdings nichts vormachen und schlief weiter. Nur dass es dieses mal etwas l\u00e4nger dauerte, einzuschlafen. Es war n\u00e4mlich schon hell. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Gegen ca. 10 Uhr morgens wurde ich wach. Normalerweise spaziere ich nach dem Aufstehen erst einmal zu Toilette, aber diese gab es im Auto nicht. So hielten wir auf dem Standstreifen an, a\u00dfen etwas und pinkelten was das Zeug hielt. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Zwei Stunden sp\u00e4ter kamen wir in Roscoff (Normandie) an. Es war ein kleines, aber feines St\u00e4dtchen. Wir parkten also und schauten uns um. Viele alte H\u00e4user und enge Stra\u00dfen bekamen wir zu Gesicht. Es war Ebbe, wie sich leicht feststellen lie\u00df, da alle Boote im Hafenbecken auf Grund gelaufen sind. Wir drehten wie gesagt unsere Runden und fanden einen niedlichen Kinderspielplatz. Um ihn herum standen f\u00fcnft B\u00e4nke. Direkt am Meer. Es war bezaubernd, wie diese kleinen, qu\u00e4kenden, franz\u00f6sischen Kinder herum tollten. Mein Vater, sein Freund und dessen Sohn, mich eingeschlossen machten es uns auf den B\u00e4nken bequem. Wir hielten es wohl eine halbe Stunde lang aus, bis uns die kleinen Biester wegtrieben. Der Hunger plagte uns und wir sind ab in ein Restaurant. Dieses sensationelle Ereignis geschah um ca. 13 Uhr. Die Zeit bis 19:30, die Zeit, an der die F\u00e4hre starten sollte, verging langsam. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">So gegen 17 Uhr war Boarding. Wir erkundeten die F\u00e4hre. Wir dachten, dass wir in Lilliput waren, weil alle kleiner waren, als wir vier. Nach einer Weile wurde uns klar, dass es bei den Iren aufgrund ihrer Religion nicht erlaubt ist, zu verh\u00fcten. Also bei jedem Mal Spa\u00df bekommt man ein kleines, kreischendes, das nur dazu gut ist, andere Leute auf der F\u00e4hre zu nerven. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Die F\u00e4hre sollte ungef\u00e4hr dreizehn Stunden unterwegs sein. Wir hatten keine Kabine mehr bekommen, das hei\u00dft, dass wir im Schlafraum \u00fcbernachten mussten. Auf einer schwedischen F\u00e4hre \u2013 kein Problem, auf einer italienischen F\u00e4hre \u2013 kein Problem, auf einer deutschen F\u00e4hre \u2013 kein Problem, aber gerade auf einer irischen F\u00e4hre (mit all diesen ganzen Kindern)? Wir mussten uns halt damit abfinden. Und als ob das nicht noch genug w\u00e4re, schaukelte der Kahn, wie eine tote Maus in der Waschmaschine. Ich erinnerte mich an meine Z\u00e4pfchen&#8230; So schob ich mir eins dieser doch sehr \u201eaerodynamisch\u201c gestalteten Dinger in meinen Popo. Ich muss zugeben, die Wei\u00dfen haben ihren Dienst auch erf\u00fcllt. Nach dem nicht so aufregendem Abendessen ging ich dann auch schon zu Stuhl. Wer denkt, dass im Schlafraum Betten seien, t\u00e4uscht sich, es sind dort echt nur St\u00fchle. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Die Nacht verlief dann aber nicht so rosig. Es gab da n\u00e4mlich noch ein zweites Problem: Die S\u00e4gemeister. Es war mir verdammt peinlich, dass ich meinen Vater dreimal von diesen omin\u00f6sen Ger\u00e4uschen abhalten musste. Hatte ich das geschafft, fing ein Kind an zu schreien. Hatten die M\u00fctter \u2013 ja die M\u00fctter, die diese Kinder auf die Welt brachten \u2013 es geschafft, ihre Sch\u00fctzlinge wieder in den Schlaf zu versetzen, fing einer der Herren wieder an, seinem Beruf als Rasenm\u00e4her nachzugehen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Freitag, 20 Juli 2001.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">(ich werde in den n\u00e4chsten Beitr\u00e4gen auf die Begr\u00fc\u00dfung des Tagebuches verzichten, da es logisch erscheint, in einem Tagebuch mit einem Tagebuch zu reden)<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">9.15 Uhr (Ortszeit: -1 Stunde), die Besatzung meldete sich zu Wort und hat angedeutet, dass das Essen gerichtet sei. Nach meinem morgendlichem Klogang wanderte ich mit meinem Dad zum B\u00fcffet. Ich nahm mein Male zu mir, auf das ich jetzt ausnahmsweise nicht genauer eingehen werde. Es hat mir immerhin schon einen Schrecken verschafft, dass die Iren nicht nur abends, sondern sogar morgens auf ihre Bohnen nicht verzichten k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">P\u00fcnktlich um zehn Uhr durften wir in unsere Autos \u2013 und weg von der F\u00e4hre. Es regnete. Wir fuhren mit unserem roten Audi A6, Diesel, Richtung Limerick (drittgr\u00f6\u00dfte Stadt Irlands). Die Fahrt dauerte so ungef\u00e4hr 3 oder vielleicht auch 4 Stunden. Auf der Landkarte suchten wir vergeblich nach einer Autobahn, also mussten wir uns mit Nationalstreets (Bundesstra\u00dfen) begn\u00fcgen. Es ging vorbei an Stock und Stein, an Wiesen und Feldern, an Bergen und T\u00e4lern, an Seen und &#8230; Durch einige sehr sch\u00f6ne St\u00e4dtchen. Es stach ins Auge: In jedem Dorf, habe es nur eine Kreuzung, gibt es einen Pub und eine Tankstelle. Die irischen Pubs sind sehr sch\u00f6n anzusehen. Sie heben sich von den anderen H\u00e4usern ab. Sei es deswegen, weil sie bunter sind, oder weil extrem viele Bierf\u00e4sser vor ihnen standen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Nachmittags trudelten wir dann in Limerick ein. Wir erkundigten uns bei einer Touristeninformation nach einer Bleibe f\u00fcr die Nacht. Und da \u2013 man konnte es nach \u00fcber 48 Stunden kaum glauben, wir hatten ein Bett. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten (ich rede jetzt ausschlie\u00dflich von mir und meinem Vater) ging es zu getrennten Zeiten unter die Dusche \u2013 sollte es jedenfalls gehen. Ich hatte so arge Probleme mit dem Sprudelquell. Mal war es zu warm, ein andern Mal zu kalt. Ich hatte es satt, hab mich hingesetzt und die Badewanne volllaufen lassen. (Hmm, \u201evolllaufen\u201c sieht merkw\u00fcrdig aus \u2013 komische neue Rechtschreibung) Nichts desto trotz wurde ich dann nach einer halben Stunde auch im Bad fertig und kroch unter meine Bettdecke, um mich auszuruhen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Wir haben gegen 18:00 Uhr einen Meetingpoint mit der Bekanntschaft im Foyer eingerichtet. Schlie\u00dflich waren wir ausgehungert und hatten das dringende Bed\u00fcrfnis, ein wenig (eher viel) Nahrung zwischen die Bei\u00dferchen zu bekommen. Wir schlenderten an einem Steak-Haus vorbei, in das ich unbedingt hinein wollte. Aber ich hab ja eh nichts zu sagen und wir gingen weiter \u2013 bis zu Locke\u2019s Bistro. Dort wurde die neunst\u00fcndige Fastzeit unterbrochen und es gab echt leckeres Essen. Ein Drei-G\u00e4nge-Men\u00fc: Fischsuppe, H\u00fchnl und ein St\u00fcckchen Torte. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Mit diesem Bissen endete dann auch langsam der Freitag. Man bemerke, dass wir es dennoch bis in unsere wei\u00dfen Hotelbetten geschafft haben.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Sonnabend 21. Juli 2001. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Nach dem morgendlichem Toilettengang packten wir unsere Sachen und huschten wieder ins Auto. Nun sollte es zu unserem Ziel gehen: Westport. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Wieder vorbei an der sch\u00f6nen Landschaft, die \u00fcbrigens auch noch mit unz\u00e4hligen Schafen best\u00fcckt war. Es erinnerte mich ein wenig an meine Schulklasse, auch dort gibt es jede Menge dieser wei\u00dfen bzw. schwarzen Wollkn\u00e4uel. Zum Fr\u00fchst\u00fcck gab es \u00fcbrigens noch Br\u00f6tchen, die am Mittwoch geschmiert wurden. Was musste ich nicht alles durchmachen, auf dieser Fahrt.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Trotz angehender Salmonellenvergiftung kamen wir zur Mittagszeit heil in Westport an. Auf der Suche nach Rarit\u00e4ten \u2013 in erster Linie kostenfreie Parkpl\u00e4tze \u2013 fuhren wir auch an einem Internet-Caf\u00e9 vorbei, was meiner Laune auf einmal neuen Aufschwung befl\u00fcgelte. Schlie\u00dflich parkten wir unser Vehikel auf einen geb\u00fchrenpflichtigen Parkplatz, was aber gut zur Gew\u00f6hnung ist, da hier vieles etwas teurer als zu Hause ist. Wir guckten uns das Dorf dann genauer an und fanden Unterschlupf in einem verqualmten Restaurant, was uns wieder etwas leckeres zu Essen bot. Nach dem verdienten Male, das wohl einige Salmonellen abget\u00f6tet haben d\u00fcrfte, ging es in die Destillery Road. Dort befand sich der Laden, wo man sich erst mal anmelden muss, um in das H\u00e4uschen zu gelangen. Eigentlich durften wir erst 15 Uhr herein spazieren, aber die Herren und Damen lie\u00dfen uns schon eine Stunde fr\u00fcher rein. (Um noch ein wenig Zeit zu vergeuden, haben wir uns gleich mit den \u00f6rtlichem Supermarkt bekannt gemacht)<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Unsere Wohngegend sieht sehr gem\u00fctlich aus. Etwas abseits des Ortes. In dieser Siedlung befinden sich mehrere im absolut gleichem Baustil errichteten Geb\u00e4ude. Es w\u00e4re witzig gewesen, wenn der Vermieter das Haus beschrieben h\u00e4tte. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Wir traten ein in das Haus, immer hinter einer korpulenten Dame hinterher, die unsere Unterkunft kurz zeigen sollte. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Das Haus hat 4 Schlafzimmer, 3 Toiletten (was meinem ersten Gang am Tag sehr entgegen kommt), 2 Wohnzimmer und \u201enur\u201c eine K\u00fcche. Au\u00dferdem haben wir einen Garten und eine Garage. Als die Dame sich einmal b\u00fcckte, h\u00e4tte ich es fast in Erw\u00e4gung gezogen, eines der WCs zu benutzen. Es war grausam, es bildete sich ein Schlitz zwischen der Hose und der Unterw\u00e4sche (von der ich glaube, dass es welche sein sollte). Es war, als ob mir das runde Ding sagen wollte: \u201eFass mich an!!\u201c Ich tat das beste, was ich in dieser Situation h\u00e4tte tun k\u00f6nnen, was schon Millionen von M\u00e4nnern vor mir getan haben und nach mit tun werden, was mich auch um einiges weiser machte \u2013 ich sah weg.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Nachdem die Z\u00e4rtliche das Haus verlassen hatte, kundschaftete ich alles etwas genauer aus und kam zu der Feststellung, dass wir mit Video-Rekorder, 2 Staubsaugern, Mirkowelle, Geschirrsp\u00fcler, Kamin und Waschmaschine ausgestattet waren. Wir packten in Ruhe unsere Sachen aus und faulenzten noch etwas herum, bis es schlie\u00dflich Abendessen gibt. Es gab was Normales: Stulle mit Brot. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Den Rest des Abend verbrachte ich mit lesen (The Beatles, Anthology, Ullrich Verlag 2000). Bis ich schlie\u00dflich zum Schlafen kam&#8230;<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Sonntag, 22 Juli 2000.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Der sonntagige Sonntag fing sonntagig an: als ob wir in die Kirche mussten, wurde ich geweckt.<span> <\/span>Es war zwar nicht zu den \u00fcblichen Zeiten an, zu denen sich jeden Morgen Hunderte oder Tausende aufmachten, dennoch war 10:30 Uhr zu<span> <\/span>fr\u00fch. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Es lie\u00df sich dennoch nicht vermeiden, aus dem Bett zu kriechen (aufs Klo zu gehen) und am Fr\u00fchst\u00fcckstisch zu erscheinen. Ich habe mich so mit Nutella vollgestopft, dass es mir schwer fiel, die Z\u00e4hne zu putzen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Wir machten uns fein f\u00fcr eine Erkundungstour in der n\u00e4heren Umgebung. Erst ging es zur K\u00fcste, die ca. 500 Meter entfernt ist. Vorbei an B&amp;B-Schildern und schon morgens besoffenen Pub-Stammg\u00e4sten. Wetterm\u00e4\u00dfig sah es relativ gut aus. Es war keine Hitze, aber auch nicht sonderlich kalt. Von oben kam nur der Luftdruck. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Wir liefen an einer alten Fabrik vorbei, an einer neuen, und an einem Gel\u00e4nde, auf das man auch gut eine Fabrik bauen k\u00f6nnte. Auf der einen Seite wundersch\u00f6ne Landschaft \u2013 auf der anderen die unendlichen Weiten des Atlantiks. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Wir gingen dann noch einen Wanderweg entlang, von dem wir bis dato nicht ahnten, dass es einer sein k\u00f6nnte. Vorbei an Golfpl\u00e4tzen mit geduckter Haltung (man kann ja nie wissen, was dort f\u00fcr Animateure am Werke sind), an einer wundersch\u00f6nen alten Villa, an einem Esel, bei dem sich herausstellte, dass es eine Eselin war, nachdem der mal unter den Schwanz geschaut haben und an einem kleinen Zoo. Durch den Wald kamen wir wieder in unser geliebtes D\u00f6rfchen Westport und schlugen \u2013 nach einem Pub-Besuch \u2013 den Heimweg ein. Dies klingt jetzt nat\u00fcrlich ziemlich schnell, aber in Wirklichkeit haben wir daf\u00fcr gut und gerne drei Stunden ben\u00f6tigt.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Da waren wir wieder, in unserem gro\u00dfen Urlaubsh\u00e4uschen. Den Rest des Tages verbrachten wir teils am Laptop, teils am Esstisch (zum Abendessen gab es gegrilltes Schweinefleisch) und im Sofa beim Lesen. Ach ja, und drei aus unserer Bande haben sich noch beim Skatspiel vergn\u00fcgt. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Es muss schon fast morgen gewesen sein, als ich mich die Treppen hochschleppte und mich in mein Bett fielen lie\u00df. Bei dieser Gelegenheit muss ich dem Architekten des Hauses einen kleinen Vorwurf machen: Mein lieber Vater begn\u00fcgt sich jeden Abend vom Weine und wird schnell mal angeheitert, sollte das allerdings den Hardcore-Zustand annehmen (also wenn er vollbesoffen ist), kann es schnell vorkommen, dass er den komplizierten Treppenaufstieg nicht bew\u00e4ltigen kann. Entweder muss er unten ohne Bettdecke \u00fcbernachten oder er bricht sich alle Knochen, wenn er der Versuchung des warmen<span> <\/span>Bettchens nicht widerstehen kann&#8230;<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Montag, 23. Juli 2001.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Wieder so fr\u00fch aufstehen. Ich habe mich beschwert, da wir doch Urlaub haben, aber was bringt das schon? Am Fr\u00fchst\u00fcckstisch hie\u00df es dann, dass wir den St. Patrick besteigen werden. Es hie\u00df auch, dass den letzten Sonntag im Juli Tausende von Iren auf die selbe Idee kommen w\u00fcrden. Mir tat der arme St. Patrick leid \u2013 wenn er impotent werden w\u00fcrde, w\u00e4re sein ganzes Image dahin. Man informierte mich aber noch, dass er 2150 Fu\u00df (ca. 790m) hoch sei. Was f\u00fcr ein Gl\u00fcck f\u00fcr mich \u2013 es war ein Berg &#8230; Wir machten uns nach dem Essen also auf den Weg, der BERG zu erklimmen. Das Wetter sah gut aus, ein wenig Sonnenschein und Quellw\u00f6lkchen. Ich m\u00f6chte schon mal vorwegnehmen, dass unsere Leistung w\u00fcrdige, denn von Atlantikh\u00f6he einen 790 Meter hohen St. Patrick zu besteigen ist eine harte Arbeit. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Die ersten paar Meter ging es von der Steigung her und neben uns floss ein Bach. Vorbei an Schafen und \u00fcber das feuchte Moos ging es fr\u00f6hlich bergauf. Das dies nicht so bleiben w\u00fcrde, lie\u00df mich ein Blick Richtung Gipfel wissen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Die n\u00e4chste Etappe begann. Das Moos und Gras verschwand, das einzige was blieb, waren die Schafe. Viele Steine kamen hinzu. Ich konnte nach einem Viertel schon nicht mehr und war immer letzter in der Reihe. Das einzige Mal, als ich sie einholen konnte, war, als die eine Pause machten. Wir bestiegen den Berg von der Meerseite. Es fing dann auf einmal leicht an zu regnen. Das machte die Sache leider auch nicht einfacher. Dann ging es kurze Zeit geradeaus, als wir von der Meerseite zur Landseite wechseln mussten. Kaum waren wir dr\u00fcben pustete uns Petrus jede Menge Wind entgegen. Ich spann meinen Schirm als Windschutz auf. Nun verschwanden sogar die Schafe \u2013 ich konnte es ihnen nicht einmal \u00fcbel nehmen. \u00dcber unwegsame spitze Steine ging es dann auf zum letzten Teil. Das muss nat\u00fcrlich mal wieder der Brutalste sein. H\u00e4tte man sich hinlegen wollen, w\u00e4re man glatt runtergerutscht, so steil war es, au\u00dfer vielleicht ein spitzer Stein w\u00fcrde sich in den K\u00f6rper rammen, sp\u00e4testens dann w\u00fcrde der Rutscheffekt vor\u00fcbergehen. Es war also sehr, sehr steil. Nicht zu vergessen, der Wind pustete, es war nass. Wir waren fast dabei aufzugeben, als wir nach m\u00fchsamen zwei Stunden den Gipfel erreichten. Wir hatten auf einen tollen Ausblick gehofft, aber nat\u00fcrlich hatte St. Patrick was gegen kleine, tagebuchschreibende Atheisten. Es war sehr wolkig, auf dem Gipfel. Freundlicher Weise hat Patrick ein Klo auf dem Berg montiert, das ich auch gleich in Benutzung nahm. Die Kapelle, die auch noch da war, blieb leider geschlossen. Oben pfiff ganz sch\u00f6n der Fuchs. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Noch etwas zur Legende des St. Patricks: Er soll vor 00 Jahren den Berg (Achtung!!!<\/span><span style=\"font-size: 13pt; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">) <\/span><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Bahrfu\u00df bestiegen haben und irgendwelche Glocken gel\u00e4utet hat (eigentlich blieben ja nur seine eigenen zur Auswahl, wahrscheinlich ist die Kapelle deswegen auch wei\u00df) und somit alle irischen Schlangen auf den Gipfel gelockt haben. Danach hat er sie von einer Klippe st\u00fcrzen lassen und war prompt zum Nationalheld ernannt wurden. Seither kommen Tausende Leute, um den Gipfel zu erringen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Nach einem kleinen Imbiss ging es dann wieder runter. Man musste aufpassen, dass man keine rasende Geschwindigkeit bekam, bei dem Gef\u00e4lle. Dennoch hab ich ungef\u00e4hr dreimal die Notbremse gezogen und konnte der Schwerkraft nicht widerstehen. Ich hatte gehofft, dass der Abstieg doch etwas einfacher w\u00e4re, war er auch. Zwar doch noch ziemlich anstrengend aber es ging. Nachdem man wieder auf der Meerseite des Gipfels war, lie\u00df auch der Wind nach. Am Fu\u00df des Herren St. Patricks gab es dann auch leckeren Tee. Und schwups, danach ins Auto. Mein n\u00e4chster Gang war dann schon der zur Badewanne. Sch\u00f6n warm war es endlich mal wieder. Und dann (nach 3,5 Stunden) ging unser gew\u00f6hnlicher Nachmittagsablauf weiter. (Man vergewissere sich beim Sams- und Sonntag.) <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Umso l\u00e4nger ich dr\u00fcber nachdenke \u2013 und das sind schon 5 Minuten \u2013 kommt mir <em>der<\/em> St. Patrick, wie der St. Patrick eines jeden Mannes vor:<\/span><span style=\"font-size: 13pt; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Unten ist er verwachsen, wird nach oben immer spitzer, immer h\u00e4rter, bis schlie\u00dflich eine v\u00f6llige Abrundung erscheint. Zuf\u00e4llig war bei unserem St. Patrick sogar noch der wei\u00dfe Klecks drauf. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Dienstag, 24. Juli 2001.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Wie jeden morgen muss ich auch diesen verfr\u00fcht aus meinem warmen, kuscheligen Bettchen steigen. Drau\u00dfen scheint die Sonne, kaum Wolken am Himmel. Fr\u00fchst\u00fcck gab es wieder. Normales. Nach dem anstrengendem Aufstieg des Vortages stand heute etwas weniger Kompliziertes an. Es ging an den Strand. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Wir fuhren mit dem Auto los, da uns unsere Landkarte dar\u00fcber informierte, dass kein Strand auf Fu\u00dfmarschentfernung sei. So haben wir nach zwanzig Minuten Fahrt einen leeren Strand entdeckt. Die einzigen, die vor uns da waren, sind Fliegen gewesen. Die nervten die ganze Zeit auch, da sie nicht nur das angesp\u00fclte Meergem\u00fcse besetzten, sondern auch unsere K\u00f6rper. Ich war meist auf den Felsen unterwegs, die direkt am Strand und zum Teil auch im Wasser waren. Das hat nicht nur Spa\u00df gemacht, sondern mich auch vor den schwarzen Gef\u00e4hrten befreit. Gegen zw\u00f6lf Uhr kamen wir an dem Sandstrand an und verlie\u00dfen ihn ungef\u00e4hr sechszehn Uhr Richtung Supermarkt. Wir waren bisher jeden Tag im Supermarkt. Es ist ein Klasse Supermarkt, sehr sch\u00f6n temperiert, mit einer wirklich sensationellen Auswahl an Frischgerichten, Backwaren und sonstigen Schnulli. Was f\u00fcr eine Kaufhalle \u2013 einfach spitze. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Nachdem wir unsere W\u00fcnsche zusammen hatten, ging es weiter zum Fischladen, dort holten wir uns sechs Schollenfilets, die es zum Abend geben sollte und auch gab. Der Abend verlief wieder entsprechend normal. Ich sa\u00df mit meinem Vater am Tisch zum Kartenspielen. Ich gewann jedes Mal. Na ja, zumindest jedes zweite Mal. Ich musste den Salat zurecht schnippeln und kurze Zeit sp\u00e4ter sa\u00dfen vier Leute an einem Tisch und hauten sich die R\u00fcbe mit vielen Leckereien voll.<span> <\/span>Danach ging es weiter mit Kartenspielen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Wir \u00fcberlegten uns auch so langsam, was es denn Neues gibt, auf der Welt. Wir hatten selbstverst\u00e4ndlich schon in mehreren L\u00e4den nach Zeitungen geguckt, und wurden f\u00fcndig. Der Nachteil an diesen war, wie sich herausstellte, dass alle in englischer Sprache gedruckt wurden. So fuhren wir am n\u00e4chsten Tag nach Belfast um uns eine \u201eBILD\u201c-Zeitung zu besorgen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Mittwoch, 25. Juli 2001. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Wir mussten leider sehr fr\u00fch aufstehen. Ungef\u00e4hr sieben Uhr morgens ging es auf die Beine, vielleicht war es auch schon sieben Uhr drei\u00dfig, ich wei\u00df es nicht mehr genau. Ich wei\u00df aber noch, dass es um acht Uhr drei\u00dfig Richtung Belfast aufging. Es standen noch 250 Kilometer vor uns. \u00dcber die Fahrt gibt es wenig zu berichten, wir fuhren \u00fcber enge Stra\u00dfen, die auch von einem \u201eRollerCoaster Tycoon\u201c-Spieler h\u00e4tten gebaut werden k\u00f6nnen. Dennoch kamen wir (nicht einmal blass) in Nordirland und genauer noch in dessen Hauptstadt an. Nachdem wir unseren Audi in ein Parkhaus verschanzt hatten, ging es zu einem \u201eBlack Taxi\u201c, das uns ins \u201eHard Rock Cafe\u201c bringen sollte. Dort angekommen kam eine merkw\u00fcrdige Gestalt auf uns zu \u2013 es war der Kellner. Es schien eine m\u00e4nnliche Nixe gewesen zu sein. Zumindest deutete die Anordnung der Augen auf fischige Vorfahren hin. Auch seine Haut war sehr glitschig und feucht. Weiteres Merkmal eines Fisches sind die Schuppen, die auch auf ihn zutrafen. Ganz nach dem Motto \u2013 Blubb \u2013 nahm er unsere Bestellung auf. In dieser Hinsicht k\u00f6nnte er auch eine Wasserschildkr\u00f6te gewesen sein. Aber zwei Minuten sp\u00e4ter war er so flink wie ein kleiner Stichling, weil unsere Bedienung binnen k\u00fcrzester Zeit dreimal unseren Tisch aufsuchte, um sich nach unserer Bestellung zu erkundigen und um uns zu informieren, dass \u201edraft beere\u201c aus sei. Dennoch bekamen wir unsere Mahlzeiten nach gut einer Stunde. Gut geschmeckt hat es trotzdem. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Danach haben wir noch das legend\u00e4re T-Shirt gekauft und ab ging es in die Innenstadt. Wir haben uns auf der Einkaufspassage verlaufen und nach einer deutschen Zeitung Ausschau gehalten \u2013 vergeblich. Mein alter Herr hat sich dann noch eine Wrangler leisten k\u00f6nnen. Und das Rathaus haben wir noch genauer beobachtet. So besonders hat uns Belfast nicht gefallen, aber Hauptsache das HRC (Hard Rock Cafe) T-Shirt haben. Ungef\u00e4hr siebzehn Uhr entfernten wir uns aus Belfast. Gegen zwanzig Uhr trudelten wir zu Hause wieder ein. Fasten Essen und spielten Karten (und ich gewann wieder).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Donnerstag, 26. Juli 2001<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Der Donnerstag war einer der sch\u00f6nsten Tage und auch einer der Bedeutensten<span> <\/span>f\u00fcr dieses Tagebuch. Wir standen wie jeden Morgen auf. Fr\u00fchst\u00fcckten und putzten die Z\u00e4hne. F\u00fcr den Tag war nichts Besonderes geplant. Da der Vortag schon ziemlich stressig war. W\u00e4hrend mein Vater und sein Freund einkaufen gingen, kam meine gro\u00dfe Stunde. Ich durfte ins Internet-Cafe. Es war toll, sich mal wieder in seiner digitalen Heimat befinden zu d\u00fcrfen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Nach der tollen Stunde gab es die n\u00e4chste \u00dcberraschung: Eine deutsche Zeitung. Nein, nicht \u201e<em>die<\/em>\u201c deutsche Zeitung, mit den gro\u00dfen wei\u00dfen Lettern auf schwarzem Hintergrund sondern \u201eDie Welt\u201c. Toll, dass man sich mal wieder \u00fcber das Neuste in beheimateten Landen erkundigen konnte. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Wieder zu Hause angekommen, machte ich es mir auf dem roten Teppich bequem und breitete das Papier aus. \u201eAha, so ist das\u201c, \u201eNa so was, was hat er sich denn dabei gedacht\u201c, \u201eAch, der HSV hat nur Unentschieden gespielt\u201c waren meine Reaktionen. Auf der Titelseite stand auch etwas von einer Eiszeit auf dem Mars und Astronauten und Forschern. Prompt stellte sich die Frage, was denn der Unterschied zwischen einem Astronaut und einem Kosmonaut sei. Die Antwort hat mich so am\u00fcsiert, dass ich sie dem Herrn Tagebuch (ich mache meine Tagebuch einfach mal maskulin, obwohl es vom Artikel her ein Neutrum w\u00e4re. Allerdings spreche ich lieber mit einem Kumpel, daher auch die Verm\u00e4nnlichung) nicht vorenthalten m\u00f6chte: \u201eDer Eine riecht aus dem Mund nach Kaugummi, der andere nach Knoblauch.\u201c<span> <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Au\u00dferdem war an diesem 26. Juli auch die Geburtstunde des geheimen Tagebuches. Alle Tage vor dem Donnerstag wurden aus meinem Ged\u00e4chtnis so wiedergegeben. Da muss ich meine gro\u00dfartiges Erinnerungsverm\u00f6gen gleich mal loben. Tagebuch, du kannst zurecht glauben, dass ich ein Genie bin.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Ansonsten verlief der Donnerstag mit Kartenspielen und Beatlesbuchlesen. Abendessen und Schlafen eingeschlossen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Freitag 27. Juli 2001.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Am Freitag ging es auf die Insel Archill. Kurz gesagt von einer Insel auf die N\u00e4chste. Wir parkten als erstes an einem Strand. Auf dem Weg dorthin, haben wir uns recht am\u00fcsiert, dass so viele Schafe frei auf den Wiesen rumliefen, und es nicht selten vorkam, dass auch ein wolliger Gef\u00e4hrte den Verkehr aufhielt. Wir mussten nach der Ankunft am Strand feststellen, dass Schafe nicht als einzige behaarte Lebewesen herumliefen. Neben einigen Mannsbildern und unrasierten Damen liefen auch Hunde am ganzen Strand herum. Wir gingen auf die Klippen zu, die doch einige Meter entfernt waren. In unserer Begleitung befanden sich auch zwei Hundchen. Wir mussten feststellen, dass die irischen Hunde nicht auf das englische Sitz! h\u00f6rten. Auch auf \u201eHaut ab ihr dummen Biester\u201c h\u00f6rten sie nicht und liefen uns flei\u00dfig hinterher. Zum Ende, als uns eine Flussm\u00fcndung den Spaziergang zu den Klippen<span> <\/span>vermieste und als wir eine Pause einlegten, haben wir uns auch mit den Hundchen besser verstanden. Auf dem R\u00fcckweg liefen sie uns weiterhin hinterher. Einer der beiden geh\u00f6rt wohl einem Sch\u00e4fer, immerhin hat der Wuffmann die Schafe durch die Gegend getrieben. Es war nur noch ein WAU und als Antwort mehrere M\u00c4Hs zu vernehmen. Auf der Insel, der der Osteseeinsel Hiddensee \u00e4hnelt, gab es auch Berge (, die allerdings gr\u00f6\u00dfer als auf der Vergleichsinsel sind). Dort gab es das Ph\u00e4nomen der weltber\u00fchmten Hangschafe. Das Besondere an dieser Gattung Schaf ist, dass sie ein Paar kurze und ein Paar lange Beine haben. Wir machten mehrere Fotos von ihnen. Als wir weiterfuhren kam uns auch ein Hangsch\u00e4fer entgegen. Auch dieser hat ein kurzes und ein langes Bein, um auf den steilen H\u00e4ngen nicht umzukippen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Nach kurzer Zeit nahmen wir dann eine leckere Suppe als Mittagsmahl ein und fuhren einfach mal zum n\u00e4chsten Strand, an dem wir uns auch gleich ein paar Minuten ausruhten. Und \u2013 auch oh Graus, eine irische Familie kam. So eine, wie wir sie auf der F\u00e4hre kennen gelernt hatten. Drei kleine Kinder und die gestressten Eltern. Nat\u00fcrlich sind nicht alle Iren so, die meisten sind sogar sehr nett und liebensw\u00fcrdig (au\u00dfer der Polizist, der uns auf der R\u00fcckfahrt von Belfast aufs Korn genommen hat). Nichts desto trotz machten die Kleinen einen H\u00f6llenl\u00e4rm. Zum Gl\u00fcck verschwanden sie nach nur einer halben Stunde. Wir hielten uns auch nicht mehr viel l\u00e4nger am Strand auf. Wir suchten noch das Inselbekannte \u201eDeath Village\u201c. Wir fanden es auch. Lustiger Weise war direkt neben dem Death Village ein Friedhof, was ich doch sehr passend fand. Zu sehen waren in dem ehemaligen Dorf einige Ureinwohner (es waren Schafe), viele alte Steine, die zusammen die Form mehrere H\u00e4user ergaben und viel Gras. Wir hielten uns nicht lange dort auf, da die Sonne uns auf den Pelz brannte. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Nach diesem Akt ging es dann auch wieder die circa sechzig Kilometer nach Hause \u2013 nach Westport. Zum Abendessen gab es an diesem Tag Reste. Ja, wie lecker, es gab Reste, ich habe mich gefreut, auch mal wieder Reste zu essen, da die Reste soooo gut schmecken. Dennoch kam ich gegen dreiundzwanzig Uhr wohlbehalten nach oben in mein Bettchen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Samstag 28. Juli 2001.<span> <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Zum ersten Mal haben wir das erste Mal etwas getan, was wir schon an einem der Vortage unternommen hatten. Damit meinte ich nicht den Klogang, das Aufstehen oder Fr\u00fchst\u00fccken&#8230; Ich meine den Tagesausflug.<br \/>\nEs war sch\u00f6nes Wetter drau\u00dfen. Am ersten Tag sagte uns jemand, es sei sch\u00f6nes Wetter, wenn es nicht regnet. Aber es war auch f\u00fcr uns Deutsche sch\u00f6nes Wetter, denn die Sonne vermochte zu scheinen. Wir hatten schon einmal Sonnenschein am Tagesanfang und zum Mittag hat es gest\u00fcrmt und geregnet, wohin gegen am Abend wieder warmes Wetter war. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Nach einer langen Rede mit kurzem Sinn wollte ich eigentlich nur sagen, dass wir am Strand waren. Wir kamen gerade zu der Zeit, als die Gezeiten sich ver\u00e4nderten. Vielleicht war es auch schon ein paar Minuten her. Die Lufttemperatur war allerdings viel h\u00f6her, als die Wassertemperatur, insofern hatte ich auch nicht das dringendste Bed\u00fcrfnis ins Wasser zu gehen. Ich kletterte also wieder auf meinen Felsen herum und las dieses und jenes aus \u201eDer Welt\u201c oder einem Buch. Ich habe mich nat\u00fcrlich auch gefreut, dass die Fu\u00dfball-Bundesliga wieder losging. Nach einer Weile (in diesem Falle w\u00fcrde Weile eine Stunde ausmachen) bemerkte mein Vater, dass drei Schafe die Stra\u00dfe langspazierten. Er kam also auf die Idee, diese doch auf den Strand zu scheuchen, wo sein Freund gem\u00fctlich herumlag (Wir waren wieder die einzigsten vor Orte). Diese klappte auch fast, blo\u00df dass es den Schafen dann zu bunt wurde und sie \u00fcber sich selber und alles was nicht doppelt so gro\u00df wie sie dr\u00fcberstiegen. Leider nicht \u00fcber die Mauer, die den Strand von der Stra\u00dfe trennte. Sie b\u00fcchsten uns leider aus. Wir (Vater, Freunds Sohnemann und ich) wieder runter (die Mauer [nicht sonderlich hoch]{ungef\u00e4hr ein Meter f\u00fcnfzig}) und nahmen unsere alten Besch\u00e4ftigungen auf. Gegen sechzehn Uhr verschwanden wir vom Strand und fuhren nach Hause. Im Auto \u201eWAP\u201cte <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Um neunzehn Uhr sollte es dann zum Essen aufgehen. Wir gingen das erste Mal zum Essen. Da morgen die ganzen Pilgerer kommen sollten um den St. Patrick zu besteigen, was wir ja schon hinter uns hatten, waren alle Gastst\u00e4tten sehr voll. Wir fanden schlie\u00dflich jedoch einen Spanier, der uns deutsche G\u00e4ste aufnahm und sich mit uns in Englisch unterhielt \u2013 das ganze in Irland. Ich fand, als wir zum Ende mit dem Kellner ein paar spanische Worte wechselten, dass diese Sprache der franz\u00f6sischen \u00e4hnelt. In der Schule besuche ich den Franz\u00f6sisch-Kurs. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Letztendlich hat uns unser Essen sehr gut geschmeckt. Es gab f\u00fcr mich Muscheln und als Hauptgericht einen Fisch. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Wir gingen danach noch in einen irischen Pub namens \u201eMac Carthy\u2019s\u201c. Dort fasste ich noch zwei Colas ab, bis ich dreiundzwanziguhrdrei\u00dfig keine Lust mehr hatte und nach Hause ging \u2013 ganz im Dunkeln&#8230;<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Gespenster liefen mir auch keine mehr \u00fcber den Weg, wobei es bei einer Frau den Anschein hatte, aber ich konnte mich dennoch in unsere Wohnung retten und schlief ein.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Sonntag, Pilgertag, 29. Juli 2001 <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Oh Gott \u2013 Aufstehen. Die Zeit vergeht doch immer am schnellsten, wenn man im Internet ist oder schl\u00e4ft&#8230; Leider lie\u00df sich dieser Vorgang nicht vermeiden, so machte ich mich auf die Socken und ging nach unten.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"><span> <\/span>Wir hatten uns f\u00fcr den heutigen Tag nichts Besonderes vorgenommen. Heute musste nat\u00fcrlich damit gerechnet werden, dass die Stra\u00dfen recht gut gef\u00fcllt sind, da die \u201ePilgrims\u201c heute den St. Patrick besteigen mussten. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"><span> <\/span>Wir fuhren also erst einmal in die Pr\u00e4rie und suchten nach einer Abbey. Getreu dem Motto <em>Wer sucht, der findet <\/em>haben wir diese Kirche auch gefunden. Mir seit diesem Tag auf, dass an jeder Kirche auch ein Friedhof angebracht war. Die meisten dieser Ruhest\u00e4tten waren sehr klein. Zuf\u00e4llig haben wir auch erfahren, dass an dieser Stelle auch der Pilgerweg startete. Wir schauten uns also die Abbey an. Es war ein bescheidenes, recht kleines Geb\u00e4ude. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"><span> <\/span>Danach fuhren wir in den n\u00e4chstgr\u00f6\u00dferen Ort namens \u201eCastlebar\u201c. Ein St\u00e4dtchen, das in irgendeiner Weise Westport \u00e4hnelte. Wir schauten uns auch dort eine Kirche an. Sie war recht gut besucht, um genau zu sein, war kein Platz mehr frei. Alle lauschten den Worten des Pfaffens. Ich wunderte mich, dass die Kirche so voll war, da ich viele Leute auf dem Gipfel des Heiligen Berges vermutete.<span> <\/span>Au\u00dferdem haben wir noch einen Rundgang durch die Stadt unternommen. Da Sonntag war, hatten viele Gesch\u00e4fte geschlossen. Unsere Vier-Mann-Gruppe hinterlie\u00df h\u00f6chstens ein paar Fettflecken an den Schaufensterscheiben. Immerhin wollen wir ja nicht, dass die eingeborenen Fensterputzer arbeitslos wurden. Vorbei an mehreren Gesch\u00e4ften fiel mir eins auf: Jedes sagen wir mal f\u00fcnfte Gesch\u00e4ft trug den Name McCarthy. Da wurde mir einiges klar. In der Gegend mussten wohl zwei ganz flei\u00dfige Eltern gehaust haben. Ich erinnerte mich nebenbei noch an F\u00e4hre, denn in einer Woche sollte es gen Heimat gehen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"><span> <\/span>Am Abend schauten wir noch in einer Kneipe vorbei, um ein paar Schl\u00fcckchen zu trinken. Wir stellten fest, dass noch mehrere Pilgerer unterwegs waren. Der Verkehr Richtung Westport staute sich auch auf mehrere Fu\u00df. Auch in der Kneipe staute es sich \u2013 an der Theke. Wir kamen nach l\u00e4ngerer Wartezeit dennoch zu unseren Colas und Guiness. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Montag, 30. Juli 2001. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-Kotzf\u00e4hre<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-aufstehen<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-nasses Wetter<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-Schafe liefen auf Insel rum<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-Amerikaner, der V\u00f6gel in Arsch guckt<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-Rundgang um Insel<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-sch\u00f6ne Klippen#<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-Abends Kartoffelsuppe<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Dienstag, 31. Juli 2001. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-St\u00e4dteausflug Castlebar, Ballin*<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-Salatessen<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-Einkaufstour<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-Bierfassfotografien<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Mittwoch, 1. August 2001.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-8-Ausflug<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-Platten<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-Schloss in Kylemore<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-Nonnen- und M\u00e4dchenschule<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-Garten<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-Muttergeburtstag<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-Abends Gastst\u00e4tte wieder drei Musikere<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">-der Kl\u00fcgere gibt nach<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"> <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon 2001 schrieb ich den ersten Reisebericht nieder. Damals im zarten Alter von 14 Jahren verschlug es uns nach Irland. Doch auch wie heute noch war ich zu faul, den Text zu Ende zu bringen und so gibt es die letzten Tage nichts als Stichpunkte!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31"}],"collection":[{"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}