{"id":10,"date":"2008-05-12T01:04:35","date_gmt":"2008-05-11T23:04:35","guid":{"rendered":"http:\/\/volke.biz\/wp\/?p=10"},"modified":"2009-09-12T10:50:27","modified_gmt":"2009-09-12T09:50:27","slug":"klassenfahrt-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/volke.biz\/wp\/klassenfahrt-2\/","title":{"rendered":"Klassenfahrt #2"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich mir gerade noch einmal die Rimini-Klassenfahrtfotos auf der Abi-CD angeschaut habe und ich in tiefer Melancholie versunken bin, hat mich zum Schluss der Bilderserie der strahlende Philipp auf die Idee der n\u00e4chsten Aktion gebracht.<br \/>\nEs war abends und unsere Gruppe war gespalten. Zum einen waren da Kai, Christian, Thomas u.v.m. in der Disco. \u00dcber deren Angelegenheiten wage ich mich gar nicht zu urteilen &#8211; man h\u00f6rte aber so einiges.<br \/>\nDoch das hat alles nichts mit dem grinsenden Philipp zu tun. Philipp und ich, wir waren n\u00e4mlich die zweite Gruppe.<br \/>\nAusgestattet mit gen\u00fcgend Dosenbier, was uns an jenem Abend als \u00fcberdurchschnittlich lecker erschien (ohhh &#8211; dieses Heineken), wussten wir mit unserer Zeit recht wenig anzufangen.<br \/>\nNicht unerw\u00e4hnt bleiben darf dabei nat\u00fcrlich, dass ab um zehn Uhr Nachtruhe angesagt war. Uns wurde mit drastischen Sanktionen seitens der Hotelleitung gedroht, w\u00fcrde dagegen versto\u00dfen werden.<br \/>\nPhilipp und ich machten uns die Tatsache zu Nutze und plauderten so hin und her. Das Heineken wurde auch so langsam leerer und wir entschieden uns zu telefonieren. Telefonieren erschien uns in dieser Situation als das, was man jetzt unbedingt gemacht haben musste. &#8222;Hey, ihr ward in Rimini?&#8220; &#8211; &#8222;Ja, waren wir&#8230;&#8220; &#8211; &#8222;Und, habt ihr auch telefoniert?&#8220; &#8230; Auf diese Frage kann es nur eine Antwort geben: Wir haben das ganze Hotel von oben bis unten durchverwirrt oder wie man sagt.<br \/>\nZuerst riefen wir oben an, bei der ILF-Abteilung (Isabelle, Linda-Christin, Franziska). &#8222;Buon giorno!&#8220; &#8211; &#8222;Ja?&#8220; &#8211; &#8222;It&#8220;s the police. We have received complains about the sound in your hotel.&#8220; &#8211; &#8222;\u00c4h.. \u00c4h&#8230; [stottern]&#8220;. &#8211; &#8222;Yes, we would like you to be more silent otherwise we will be enforced to come to the hotel because noise is forbidden after 10 o&#8220;clock.&#8220; Unser italienischer Akzent war grandios und wir sorgten damit f\u00fcr reichlich Verwirrung und Ruhe. Wir riefen weitere Zimmer an usw. Jedenfalls br\u00fcllten wir vor Lachen und unsere eigene Lautst\u00e4rke war dadurch selber ziemlich hoch. Unsere Authenzit\u00e4t muss irgendwie gewirkt haben. Nun ja. Jedenfalls hie\u00df es pl\u00f6tzlich von unten (wo wir gar nicht hintelefoniert hatten, da die ILF-Abteilungen alle unter dem Dach waren), dass es zu laut sei und dass die Polizei gleich kommen w\u00fcrde. F\u00fcr Philipp, mich und die Heineken gab es nur eine M\u00f6glichkeit: Wir waren die Verursacher allen \u00dcbels. Wir schauten uns an und es ging uns durch den Kopf wie ein ICE \u00fcber eine Bananenschale f\u00e4hrt: Fl\u00fcchten. Oh Junge, bums, wir lagen sofort im Bett und haben uns klassisch selbst verarscht.<br \/>\nAber anstatt bis zum n\u00e4chsten Morgen durchzuschlafen kam irgendwann sp\u00e4ter Gerrit in unser Zimmer, was insofern merkw\u00fcrdig war, da wir regeren Kontakt mit Golze anstatt mit Gerrit hatten.<br \/>\nJedenfalls kam Gerrit in unser Zimmer, ich war also noch mehr verwirrt und Gerrit fragte ganz dreist, ob wir denn mit ihm einen kiffen w\u00fcrden. Ich wei\u00df nicht mehr, was ich sagte, ich war einfach zu verwirrt. Aber ich glaube es war etwas in der Richtung, dass Gerrit ein Vollidiot sein m\u00fcsse und schleunigst zusehen solle, wie er die Kurve kratzen k\u00f6nnte&#8230;<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen (oder war es abends?) besetzte ****** das Bad und ging mal richtig sch\u00f6n schei\u00dfen. Er zog ab, wusch sich die H\u00e4nde und machte Platz f\u00fcr mich, der als n\u00e4chster an der Reihe war. Ich ging aufs Klo und da lag sie: die Schwimmwurst. Ich zog ab. Sie war noch immer da. Ich zog noch mal. Nichts zu machen&#8230; Ich sagte ******, dass er etwas im Klo vergessen habe. Er kam rein, zog ab und wieder nichts. Die Schwimmwurst schwamm. Ich versuchte ****** klarzumachen, dass das so nicht weitergehen k\u00f6nne, ich wollte meinen eigenen Haufen machen und konnte einfach nicht, solange die Schwimmwurst noch da w\u00e4re. Wir zogen nochmal und nochmal und nochmal. Die Schwimmwurst war richtig hartn\u00e4ckig. Es bahnte sich so langsam ein Lachkrampf an, der insofern problematisch war, da ich ja auch mal&#8230; Ich wollte Kai und Christian an meiner Freude teilhaben lassen und rannte runter in das Restaurant. ****** lachte sich derweil \u00fcber seine eigene Schei\u00dfe tot. Ich dann also runter und rief durchs Hotelrestaurant: &#8222;Hey Leute, ****** hat geschissen und man kann&#8220;s nicht absp\u00fclen.&#8220; Ich muss rot gewesen sein vor Lachstrapazen. Ich habe es sogar geschafft der strengsten Lehrerin, Frau Jorgol, ein Grinsen zu entlocken, \u00fcber deren Kopf meine Worte schallend hinwegflogen.<br \/>\nChristian und Kai lie\u00dfen sich den Anblick der legend\u00e4rsten aller W\u00fcrste nicht nehmen und stimmten ins fr\u00f6hliche Gel\u00e4chter ein. Heute, 1 1\/2 Jahre danach bleibt uns nicht mehr viel von der Wurst &#8211; nur ein Bild unserer Gedanken und die Erkenntnis, dass auch W\u00fcrste obenauf sein k\u00f6nnen.<br \/>\nEines m\u00f6chte ich ebenfalls nicht unerw\u00e4hnt lassen: H\u00e4tte es beim Abi-Ball den Titel gr\u00f6\u00dfter Tourist gegeben und h\u00e4tte Marcel sein Abitur \u00fcberhaupt gemacht, so w\u00e4re er der einmalige Gewinner gewesen. Seine Komposition moderner Mode mit den klassischen Aspekten der Tourismusbranche h\u00e4tten in jedem Kost\u00fcmverleih f\u00fcr H\u00f6chstgewinne gesorgt.&#8216;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oh ja, unsere Klassenfahrt nach Rimini. Ein wahrliches Abenteuer!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10"}],"collection":[{"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":242,"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10\/revisions\/242"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/volke.biz\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}