Filmtipps

I am Legend

I Am Legend

Robert Neville (Will Smith) ist sehr einsam. Nun, nicht ganz, schließlich hat er noch seinen Hund Sam. Abgesehen davon ist Neville jedoch wirklich sehr einsam, um nicht zu sagen so einsam, dass er sogar der letzte lebende Mensch auf der Erde ist – tagsüber.

Des Nachts hingegen streifen wilde Zombies durch die Straßen des leeren Manhattans, alle von einem Virus infiziert, das innerhalb von drei Jahren die gesamte Menschheit dahinraffte. Neville hingegen ist immun und obendrein noch Wissenschaftler und versucht als solcher ein Gegenserum zu entwickeln.

Mit einigen Rückblicken erzählt Regisseur Francis Lawrence, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte. Will Smith ist dabei die tragende Figur des Films. Nach Jahren der Einsamkeit psychisch nicht mehr ganz so stabil wie es wünschenswert wäre, spielt der des Tags über Golf auf Flugzeugen der Navy oder jagt Antilopen auf dem Time Square. Für ein wenig Abwechslung sorgen dann die Besuche in der Videothek (dort flirtet er ab und zu auch mal mit einer Schaufensterpuppe).

Für das leere New York mussten einige Straßen gesperrt werden (z.B. Time Square, Teile der 5th Avenue) und einige Topfpflanzen aus Florida wurden herangeschafft, um die Gräser in den Straßen absolut realistisch wirken zu lassen.

Alles in allem ein sehenswerter Film. Die Kulisse des absolut menschenleeren und verwilderten New Yorks ist sehr gut in Szene gesetzt. Die wilden und kreischenden Zombies sehen auch gut gelungen aus. Lediglich das Ende kommt etwas überraschend und lässt gewisse Handlungsstränge und Logik vermissen; verdirbt aber die kleinen Schockmomente und die gute Leistung des Will Smith nicht.

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Was auch ein wenig schade ist, sind die religiösen Symbole im zweiten Abschnitt des Films. Erst dachte man an eine menschliche Katastrophe, doch offensichtlich wollte Gott die ungläubigen Wissenschaftler von den religionstreuen Mitmenschen selektieren. So werden die Zombies in einer Einstellung als Engel dargestellt. In der letzten Sequenz kommen dann Anne und Ethan (die Robert Neville allein durch göttliche Eingebung gefunden hatten) an ein großes Tor, das Religiöse von Ungeheuern fernhält. Neben der amerikanischen Flagge, die links im Bildrand weht, steht in der Mitte eine reine weiße Kirche, in die die Straße und auch der Film endet.

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Zur Statistik:

I am Legend

IMDB: 7,2/10
Genre: Drama | Horror | Sci-Fi | Thriller
Länge: ca. 96 Minuten
Regie: Francis Lawrence
Darsteller: Will Smith, Alice Braga, Willow Smith, …

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Die 12 Geschworenen

Twelve Angry Men

Heute ein kleiner Filmtipp für einen heißen Sommerabend – einzig aus dem Grund, da der Film bei ähnlichen Temperaturen spielt.

Es handelt sich hierbei um das Erstlingswerk des großen Sidney Lumet (Hundstage, Prince of the City, Serpico,…). Ein Junge soll einen Mord begangen haben. Die Jury trifft sich nun im Hinterzimmer des Gerichts, um über den Fall zu diskutieren – bzw. nicht zu diskutieren. Denn für alle steht fest, dass der Junge schuldig sein muss. Für alle? Nein, ein Juror (Henry Fonda) ist skeptisch, denn es könnte doch sein, dass er unschuldig ist, denn einige Aspekte könnten dafür sprechen. In ca. 96 Minuten entfaltet sich ein Drama, in dem ein Leben von zwölf Menschen abhängt. Ständig treten neue Details, aber es können einfach nicht alle überzeugt werden.

Obwohl der Film nur in einem einzigen Raum und mit zwölf bekannten Gesichtern stattfindet, gelingt es Lumet die Charaktere detailliert aufzuzeichnen. Jeder der Juroren hat seine ganz persönlichen Probleme und Vorurteile – und somit hängt das Leben des Jungen an einem seidenen Faden.

Kurz zur Statistik:
Die 12 Geschworenen (1957)

Platz 12 auf IMDB (8,8/10)
Regie: Sidney Lumet
Darsteller: Henry Fonda, Jack Klugman, Jack Warden, Lee J. Cobb
Laufzeit: 96 Minten
Drama, Schwarzweiß

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