The End
Ein Foto vom letzten Schultag im Stadtpark zu Magdeburg.
Ein Foto vom letzten Schultag im Stadtpark zu Magdeburg.
Heute suche ich einen Knoten. Einen Knoten, um etwas zu verknoten. Das scheint logisch und Knoten scheinen einfach. Aber genau der Umstand (ich einen Knoten suchend) veranlasste mich dazu, eine Beschreibung darüber abzugeben, wie während unseres Aufenthaltes in Chuzhir am Baikalsee ein WC-Besuch aussah. Mehr…
Heute zum ersten Mal im neuen Jahr wieder ein Foto von Flickr. Dieses Foto spricht für sich. Die Stimmung ist mehr als unterkühlt – diese weißen Fliesen und die Badewanne voll Blut. Erinnert ein wenig an Saw.
N achdem die üblichen Tage vorbei sind, während denen man sich mit totem Getier vollstopft (werden Vegetarier während dieser Tage schwerer?) und man sich nun wundern mag, ob die Pfunde bis zum Sommeranfang wieder weg sind, stelle ich einfach mal ein paar Bilder aus diesen weihnachtlichen Tagen hier hinein. Mehr…
Jeder kennt Augen. Aber in so einer ästhetischen Art und Weise sieht man sie nur selten. Der wunderbare Schärfe, die Reflexionen aber vor allen Dingen die Details und die Farbe nur im Bildzentrum sind gerade hier etwas ganz Besonderes!
Letztens rief mich Marko an und sagte: “Du Konst, wir müssen uns mal treffen. Und, ach ja, vergiss deine Kamera nicht.” Und so taten wir und es entstanden ein paar Bilder von Marko, seinem Bruder Felix und seiner Julia. Nun endlich auch hier auf volke.biz zu sehen.
Statt eines Weihnachtsbaumes stelle ich heute ein Video rein, das mir Christian direkt und exklusiv aus Auleben hat zukommen lassen. Nun ist zwar Rindfleisch nicht das traditionellste Weihnachtsgericht, aber wäre eine Ente gleichermaßen groß, würde das Ergebnis des Videos möglicherweise ähnlich aussehen: Ein Traktor zöge den Erpel an den Füßen in den Stall und nur die ein oder andere Feder läge dann noch auf dem Hof – das Blut selbstverständlich ebenso.
Und weil es irgendwie dieser Tage jeder zu jedem sagt – man stelle es sich vor: Wildfremde Menschen wünschen einander in der Regel nicht viel, aber für Frohe Weihnachten sind sie immer zu haben; jedenfalls, wenn man zum Beispiel in deren Supermarkt den ein oder anderen Euro gelassen hat. Ich schweife ab, ich wünsche also wie jeder es ohnehin schon jedem sagt allen eine besinnliche Weihnacht im Kreise der Familie oder welcher geometrischen Form auch immer. Weiterhin auch schon einmal ein frohes Neues Jahr, da dieses ja zufällig gleich eine Woche nach Weihnachten beginnt und wenn man doch schonmal beim Wünschen ist, kann auch dies gleich mit geschehen. Vergesst auch nicht, all jenen eine Weihnachtsemail zu schreiben, die sich in den letzten Nischen eures Email-Adressbuches oder der StudiVZ-Freundesliste verkrochen haben…
Hier nun das Video:
In diesem Jahr hat es mich zum ersten Mal in der Art erwischt, dass ich über die christlichen Weihnachtsfeiertage in Russland bin und obendrein auch noch arbeiten muss. Zum einen liegt es daran, dass ich nun schon zu den älteren Kollegen gehöre, der den Jüngeren mit Kleinkindern einen Heimaturlaub gönnt, zum anderen liegt es daran, dass die russische Weihnacht (Рождество) erst am 7. Januar gefeiert wird.
Während der Sowjetzeit wurde alle kirchlichen Feiertage durch weltliche ersetzt, so wurde das Jolkafest erfunden, was eine Kombination aus Weihnachten und Neujahr ist und heute weiter existiert. Die Kinder bekommen also ihre Geschenke am 1. Januar von „Väterchen Frost” (Дед мороз). Die großen Feierlichkeiten in den Familien (wie bei uns mit unnötig viel Essen) sind also am 1. Januar. Einen Weihnachtsbaum, der „Jolka” heißt , haben wir auch schon auf unserer Baustelle in Orsk (übrigens, kann man hier mal hinschauen www.orsk.ru ).
Ursprünglich waren während der Sowjetzeit der 1. und 2. Januar Feiertage, als einer letzten guten Taten von Putin als Präsident hat er seinen Landsleuten die Feiertage zum Neuen Jahr (Новый год) bis zum 8. Januar verlängert (am 07.01. ist die orthodoxe Weihnacht). Ein weiteres Gesetz , welches unter Putin verabschiedet wurde (bis dahin mehr oder weniger geduldet): wenn ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag fällt, wird er am nächsten Arbeitstag nachgeholt. Diese Regelungen führt bei dem bevorstehenden Jahreswechsel zu einer kuriosen Lösung, um am 09.01. nicht zu arbeiten (bei uns gibt es die Brückentag Regelung) wird kurzer Hand der 11.01. als Sonntag auf den 09.01. vorverlegt. Das heißt in diesem Jahr ist der letzte Arbeitstag am 30.12. und der erste im neuen Jahr wird der 11.01. sein.
Da am 13/14. Januar das alte Neujahr (старый Новый год) gefeiert wird, kann man davon ausgehen, dass das öffentliche Leben erst wieder am 15. Januar erwacht.
Also, frohe Weinachten nach Deutschland und einen perfekten Start für 2009!
Ich werde nun von Zeit zu Zeit ein paar Bilder direkt von Flickr verlinken. Nun, damit möchte ich den Anfang machen, da dies meiner Meinung nach urkomisch ist. Wer noch mehr Interesse an Eiern hat, der kann sich hier bei volke.biz den Artikel “Mache Eier” durchlesen.
Es gibt viele Möglichkeiten ein Geschäft zu ruinieren. Eine ist es zum Beispiel unfreundlich zu sein und sämtliche Kunden zu vergraulen. Eine andere, genau dort ein Restaurant zu eröffnen, wo bereits die letzten zehn Besitzer kein Glück hatten. Andere wiederum kommen in Zahlungsschwierigkeiten und so weiter uns so fort. Eine andere Möglichkeit ist natürlich, eine Stelle so unglaublich falsch zu besetzen, dass selbst bei größter Anstrengung der Mitarbeiter keine Chance hat, auch nur irgend etwas richtig zu machen. Da könnte man zum Beispiel einen sehr kleinen Menschen im Hochregallager arbeiten lassen oder einen Pazifisten an eine Gulaschkanone stellen. Stets dürfte der erwünschte Output nicht den Erwartungen entsprechen.
Ein andere, noch viel effizientere Methode das Geschäft zu schädigen ist es, die dicke Frau im Kartenhaus arbeiten zu lassen. Nicht irgendeine dicke Frau sondern genau die in dem speziellen Kartenhaus, in dem ich heute meine Handballkarten kaufte.
Ich war die dritte Person in einer Schlange von Personen, die Karten für irgendwelche Events kaufen wollten. So viel war klar. Unklar hingegen ist, warum ich erst nach zehn Minuten bedient wurde. Doch als ich die Arbeitsabläufe live miterleben durfte, war mich schon nach sehr kurzer Zeit sehr wohl klar, was hier so stockte.
Die fette Frau war wie ein Pfropfen in einem Wasserrohr. Interessanterweise hielt sie nicht das Wasser auf, sondern die Zeit. Sie war so konzipiert, dass sich hinter ihr viel Zeit staute. Doch wie machte sie das bloß?
Ich gebe nun einen Einblick in Tätigkeit, die sie selber als Arbeit bezeichnen dürfte, wohingegen Außenstehende eher den Term Arbeitsverweigerung bevorzugen würden.
“Drei ermäßigte Handballkarten bitte”, sagte ich. “Hmm, ja, Handballkarten, wann denn?” – “Sonntag gleich bitte” – “Ja, Sonntag, ok…”. Sie wälzte sich zum Bildschirm ihres PCs. Ich sah sie nur von oben, da sie zwischen die Lehnen ihres Drehstuhls gepresst war. Ihre grauen Haare waren hell gefärbt. An ihren Fingern befanden sich wahrscheinlich Fingernägel, obwohl es eher nach Alufolie aussah (vielleicht war es quecksilberhaltiger Nagellack?). Während mir all diese Gedanken durch den Kopf gingen, hatte sie es in der Zwischenzeit zumindest schon einmal geschafft, die Maus über das Icon zum Ticketverkauf zu balancieren und nach mehrmaligem Versuchen auch einen Doppelklick zustande gebracht. Nun ging es darum, einen Benutzernamen und Passwort einzutragen.
Das sah dann so aus, dass die dicke Frau ihren linken Arm auf die Schreibtischkante stützte, sodass die dicken Titten nicht die Tastatur blockierten, damit sie mit dem rechten Zeigefinger säuberlich einen Buchstaben nach dem anderen antippte. Leider war der Cursor nicht im Textfeld aktiv, sodass dieser Vorgang zweimal durchgeführt werden musste.
Eine zweite Mitarbeiterin, die der ersten in Sachen Kompetenz nur um Haaresbreite voraus war, versuchte der dicken Frau stets gute Hinweise zu geben (“Jetzt müssen Sie auf Suchen klicken”, “Hier doppelt”, “Oh, warum geht das denn jetzt nicht?”, “Lassen Sie mich mal kurz”).
Ich fragte, ob sie denn einen Hallenplan bereit hätte. Voller Stolz berichtete sie mir, dass wir gleich am Bildschirm den Hallenplan sehen werden. (Inzwischen hatte die zweite Mitarbeiterin das Passwort eingegeben, da sich die dicke dabei vertippt haben musste und schlichtweg überfordet war). Konnte die Dicke etwas nicht recht erkennen, stand sie stets auf und berührte mit der Nasenspitze fast den Bildschirm. Mich wunderte es, dass sie nicht im Stuhl steckenblieb.
Nun kam die schwerste Übung der Kür. Ich wollte den ermäßigten Tarif haben. Die zweite Mitarbeiterin teilte mir mit, dass es so etwas nicht gäbe. “Doch”, sagte ich, “den gibt es sehr wohl.” Nun schauten sie beide auf den Bildschirm wie ein Schwein ins Uhrwerk. Plötzlich kam der Zweiten die zündene Idee, auf den Scrollbalken zu klicken und diesen dann auch noch herunter zu ziehen. Voller Erstaunen nahmen die Beiden dann wahr, dass es tatsächlich ermäßigte Preise gab. Es dauerte mindestens eine weitere Minute, bis sie es geschafft hatten, dem System klarzumachen, dass vor Ihnen ein Kunde stand, der ermäßigte Karten haben wolle. Nach insgesamt ca. fünf bis sechs Minuten Bearbeitungszeit konnte ich es kaum glauben, drei Handballkarten in der Hand zu halten.
Am Ende sagte ich nichts, als sie sich verrechnet haben und ich statt 46,20 Euro nur 45 Euro zahlte (es bereite ihnen Schwierigkeiten 14×3 zu rechnen und dann darauf zehn Prozent Vorverkaufsgebühr draufzuschlagen).
Nach mir wartete ein weitere Kunde. Er sagte zu mir, dass er auch Handballkarten kaufen wollte. Ich wünschte ihm viel Erfolg.
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