Southparkstudios.com

Das heutige Fundstück ist an all jene gerichtet, die gerade mal 20 Minuten nichts zu tun haben. Auf Southparkstudios.com kann man sich von der ersten Folge bis zur letzten alles reinziehen, was Southpark zu bieten hat.
Ein Epiosode Guide und die Suchfunktion machen das Finden einer bestimmten Folge recht einfach.
Es ist weiterhin absolut legal – einziger Nachteil (oder Vorteil, wie man es nimmt) ist, dass alles in Englisch ist.

KategorienNetzfundstück

Irland 2001

Konstantins geheimes Tagebuch

(Nicht zu verwechseln mit Adelheids geheimen Tagebuch)

Mittwoch, 18. Juli 2001.

Liebes Tagebuch,

So gegen 19:04 und 23 Sekunden starteten wir von unserem trauten Heim um die restliche Besatzung unserer dreiwöchigen Reise einzusammeln. Um 19:30 Uhr Ortszeit starteten wir mit unserem Audi und vollem Gepäck gen Holland, Belgien, Frankreich und schließlich Irland. Tagebuch, es sollte vielleicht nicht unerwähnt bleiben, dass ich am Vormittag noch bei meiner Kinderärztin Frau Dr. Wolter war, die mir Zäpfchen gegen Übelkeit und Tabletten gegen meine Magen-Darm-Grippe verschrieb.

So startete ich mit einem merkwürdigen Gefühl im Magen. Die ersten zwei Stunden der Fahrt war ich in meine PC-Games vertieft. Dann schaute ich mir die qualmendste Ecke Deutschlands aus meinem Fenster an. Wer jetzt denkt, dass an der Autobahn jede Menge Raucher standen, liegt leider falsch, wir waren nämlich im Ruhrgebiet.

Dann langsam wurde ich müder und schlief ein.

Plötzlich wurde ich wach gemacht, es war auf einmal ganz dunkel. Ich dachte die Welt geht unter, aber es war doch nicht so schlimm wie angenommen, wir waren nur in Holland und haben Rast gemacht. Ich schlürfte also den ersten holländischen Früchtetee meines Lebens. Er hat allen Übels auch noch geschmeckt. Nun denn, ich verzog mich wieder ins Auto und schlief weiter.

Donnerstag, 19. Juli 2001.

Guten Morgen mein Tagebuch,

ich weiß jetzt leider nicht genau wie spät es ist, aber es ist noch dunkel, also bleiben da ja nicht so viele Möglichkeiten. Nach den Informationen aller Anwesenden sind wir mitten in Frankreich – um Pause zu machen. Ich hatte mich in den Niederlanden schon damit angefunden, also tat ich es jetzt auch. Wir gingen also wieder in die Raststätte rein und tranken wieder einen Tee. Allerdings dieses Mal einen Schwarzen. Die Franzosen scheinen nicht so fruchtbar zu sein. Wie schon gewohnt ging es zurück ins Auto. Ich sah mich noch einmal um und sah die Lichter der Tank -und Raststelle verschwinden…

Auf einmal wurde mir kalt. Ich wachte also schon wieder auf. Ich muss es im Urin gehabt haben – Pause. Diesmal ließ ich mir allerdings nichts vormachen und schlief weiter. Nur dass es dieses mal etwas länger dauerte, einzuschlafen. Es war nämlich schon hell.

Gegen ca. 10 Uhr morgens wurde ich wach. Normalerweise spaziere ich nach dem Aufstehen erst einmal zu Toilette, aber diese gab es im Auto nicht. So hielten wir auf dem Standstreifen an, aßen etwas und pinkelten was das Zeug hielt.

Zwei Stunden später kamen wir in Roscoff (Normandie) an. Es war ein kleines, aber feines Städtchen. Wir parkten also und schauten uns um. Viele alte Häuser und enge Straßen bekamen wir zu Gesicht. Es war Ebbe, wie sich leicht feststellen ließ, da alle Boote im Hafenbecken auf Grund gelaufen sind. Wir drehten wie gesagt unsere Runden und fanden einen niedlichen Kinderspielplatz. Um ihn herum standen fünft Bänke. Direkt am Meer. Es war bezaubernd, wie diese kleinen, quäkenden, französischen Kinder herum tollten. Mein Vater, sein Freund und dessen Sohn, mich eingeschlossen machten es uns auf den Bänken bequem. Wir hielten es wohl eine halbe Stunde lang aus, bis uns die kleinen Biester wegtrieben. Der Hunger plagte uns und wir sind ab in ein Restaurant. Dieses sensationelle Ereignis geschah um ca. 13 Uhr. Die Zeit bis 19:30, die Zeit, an der die Fähre starten sollte, verging langsam.

So gegen 17 Uhr war Boarding. Wir erkundeten die Fähre. Wir dachten, dass wir in Lilliput waren, weil alle kleiner waren, als wir vier. Nach einer Weile wurde uns klar, dass es bei den Iren aufgrund ihrer Religion nicht erlaubt ist, zu verhüten. Also bei jedem Mal Spaß bekommt man ein kleines, kreischendes, das nur dazu gut ist, andere Leute auf der Fähre zu nerven.

Die Fähre sollte ungefähr dreizehn Stunden unterwegs sein. Wir hatten keine Kabine mehr bekommen, das heißt, dass wir im Schlafraum übernachten mussten. Auf einer schwedischen Fähre – kein Problem, auf einer italienischen Fähre – kein Problem, auf einer deutschen Fähre – kein Problem, aber gerade auf einer irischen Fähre (mit all diesen ganzen Kindern)? Wir mussten uns halt damit abfinden. Und als ob das nicht noch genug wäre, schaukelte der Kahn, wie eine tote Maus in der Waschmaschine. Ich erinnerte mich an meine Zäpfchen… So schob ich mir eins dieser doch sehr „aerodynamisch“ gestalteten Dinger in meinen Popo. Ich muss zugeben, die Weißen haben ihren Dienst auch erfüllt. Nach dem nicht so aufregendem Abendessen ging ich dann auch schon zu Stuhl. Wer denkt, dass im Schlafraum Betten seien, täuscht sich, es sind dort echt nur Stühle.

Die Nacht verlief dann aber nicht so rosig. Es gab da nämlich noch ein zweites Problem: Die Sägemeister. Es war mir verdammt peinlich, dass ich meinen Vater dreimal von diesen ominösen Geräuschen abhalten musste. Hatte ich das geschafft, fing ein Kind an zu schreien. Hatten die Mütter – ja die Mütter, die diese Kinder auf die Welt brachten – es geschafft, ihre Schützlinge wieder in den Schlaf zu versetzen, fing einer der Herren wieder an, seinem Beruf als Rasenmäher nachzugehen.

Freitag, 20 Juli 2001.

(ich werde in den nächsten Beiträgen auf die Begrüßung des Tagebuches verzichten, da es logisch erscheint, in einem Tagebuch mit einem Tagebuch zu reden)

9.15 Uhr (Ortszeit: -1 Stunde), die Besatzung meldete sich zu Wort und hat angedeutet, dass das Essen gerichtet sei. Nach meinem morgendlichem Klogang wanderte ich mit meinem Dad zum Büffet. Ich nahm mein Male zu mir, auf das ich jetzt ausnahmsweise nicht genauer eingehen werde. Es hat mir immerhin schon einen Schrecken verschafft, dass die Iren nicht nur abends, sondern sogar morgens auf ihre Bohnen nicht verzichten können.

Pünktlich um zehn Uhr durften wir in unsere Autos – und weg von der Fähre. Es regnete. Wir fuhren mit unserem roten Audi A6, Diesel, Richtung Limerick (drittgrößte Stadt Irlands). Die Fahrt dauerte so ungefähr 3 oder vielleicht auch 4 Stunden. Auf der Landkarte suchten wir vergeblich nach einer Autobahn, also mussten wir uns mit Nationalstreets (Bundesstraßen) begnügen. Es ging vorbei an Stock und Stein, an Wiesen und Feldern, an Bergen und Tälern, an Seen und … Durch einige sehr schöne Städtchen. Es stach ins Auge: In jedem Dorf, habe es nur eine Kreuzung, gibt es einen Pub und eine Tankstelle. Die irischen Pubs sind sehr schön anzusehen. Sie heben sich von den anderen Häusern ab. Sei es deswegen, weil sie bunter sind, oder weil extrem viele Bierfässer vor ihnen standen.

Nachmittags trudelten wir dann in Limerick ein. Wir erkundigten uns bei einer Touristeninformation nach einer Bleibe für die Nacht. Und da – man konnte es nach über 48 Stunden kaum glauben, wir hatten ein Bett.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten (ich rede jetzt ausschließlich von mir und meinem Vater) ging es zu getrennten Zeiten unter die Dusche – sollte es jedenfalls gehen. Ich hatte so arge Probleme mit dem Sprudelquell. Mal war es zu warm, ein andern Mal zu kalt. Ich hatte es satt, hab mich hingesetzt und die Badewanne volllaufen lassen. (Hmm, „volllaufen“ sieht merkwürdig aus – komische neue Rechtschreibung) Nichts desto trotz wurde ich dann nach einer halben Stunde auch im Bad fertig und kroch unter meine Bettdecke, um mich auszuruhen.

Wir haben gegen 18:00 Uhr einen Meetingpoint mit der Bekanntschaft im Foyer eingerichtet. Schließlich waren wir ausgehungert und hatten das dringende Bedürfnis, ein wenig (eher viel) Nahrung zwischen die Beißerchen zu bekommen. Wir schlenderten an einem Steak-Haus vorbei, in das ich unbedingt hinein wollte. Aber ich hab ja eh nichts zu sagen und wir gingen weiter – bis zu Locke’s Bistro. Dort wurde die neunstündige Fastzeit unterbrochen und es gab echt leckeres Essen. Ein Drei-Gänge-Menü: Fischsuppe, Hühnl und ein Stückchen Torte.

Mit diesem Bissen endete dann auch langsam der Freitag. Man bemerke, dass wir es dennoch bis in unsere weißen Hotelbetten geschafft haben.

Sonnabend 21. Juli 2001.

Nach dem morgendlichem Toilettengang packten wir unsere Sachen und huschten wieder ins Auto. Nun sollte es zu unserem Ziel gehen: Westport.

Wieder vorbei an der schönen Landschaft, die übrigens auch noch mit unzähligen Schafen bestückt war. Es erinnerte mich ein wenig an meine Schulklasse, auch dort gibt es jede Menge dieser weißen bzw. schwarzen Wollknäuel. Zum Frühstück gab es übrigens noch Brötchen, die am Mittwoch geschmiert wurden. Was musste ich nicht alles durchmachen, auf dieser Fahrt.

Trotz angehender Salmonellenvergiftung kamen wir zur Mittagszeit heil in Westport an. Auf der Suche nach Raritäten – in erster Linie kostenfreie Parkplätze – fuhren wir auch an einem Internet-Café vorbei, was meiner Laune auf einmal neuen Aufschwung beflügelte. Schließlich parkten wir unser Vehikel auf einen gebührenpflichtigen Parkplatz, was aber gut zur Gewöhnung ist, da hier vieles etwas teurer als zu Hause ist. Wir guckten uns das Dorf dann genauer an und fanden Unterschlupf in einem verqualmten Restaurant, was uns wieder etwas leckeres zu Essen bot. Nach dem verdienten Male, das wohl einige Salmonellen abgetötet haben dürfte, ging es in die Destillery Road. Dort befand sich der Laden, wo man sich erst mal anmelden muss, um in das Häuschen zu gelangen. Eigentlich durften wir erst 15 Uhr herein spazieren, aber die Herren und Damen ließen uns schon eine Stunde früher rein. (Um noch ein wenig Zeit zu vergeuden, haben wir uns gleich mit den örtlichem Supermarkt bekannt gemacht)

Unsere Wohngegend sieht sehr gemütlich aus. Etwas abseits des Ortes. In dieser Siedlung befinden sich mehrere im absolut gleichem Baustil errichteten Gebäude. Es wäre witzig gewesen, wenn der Vermieter das Haus beschrieben hätte.

Wir traten ein in das Haus, immer hinter einer korpulenten Dame hinterher, die unsere Unterkunft kurz zeigen sollte.

Das Haus hat 4 Schlafzimmer, 3 Toiletten (was meinem ersten Gang am Tag sehr entgegen kommt), 2 Wohnzimmer und „nur“ eine Küche. Außerdem haben wir einen Garten und eine Garage. Als die Dame sich einmal bückte, hätte ich es fast in Erwägung gezogen, eines der WCs zu benutzen. Es war grausam, es bildete sich ein Schlitz zwischen der Hose und der Unterwäsche (von der ich glaube, dass es welche sein sollte). Es war, als ob mir das runde Ding sagen wollte: „Fass mich an!!“ Ich tat das beste, was ich in dieser Situation hätte tun können, was schon Millionen von Männern vor mir getan haben und nach mit tun werden, was mich auch um einiges weiser machte – ich sah weg.

Nachdem die Zärtliche das Haus verlassen hatte, kundschaftete ich alles etwas genauer aus und kam zu der Feststellung, dass wir mit Video-Rekorder, 2 Staubsaugern, Mirkowelle, Geschirrspüler, Kamin und Waschmaschine ausgestattet waren. Wir packten in Ruhe unsere Sachen aus und faulenzten noch etwas herum, bis es schließlich Abendessen gibt. Es gab was Normales: Stulle mit Brot.

Den Rest des Abend verbrachte ich mit lesen (The Beatles, Anthology, Ullrich Verlag 2000). Bis ich schließlich zum Schlafen kam…

Sonntag, 22 Juli 2000.

Der sonntagige Sonntag fing sonntagig an: als ob wir in die Kirche mussten, wurde ich geweckt. Es war zwar nicht zu den üblichen Zeiten an, zu denen sich jeden Morgen Hunderte oder Tausende aufmachten, dennoch war 10:30 Uhr zu früh.

Es ließ sich dennoch nicht vermeiden, aus dem Bett zu kriechen (aufs Klo zu gehen) und am Frühstückstisch zu erscheinen. Ich habe mich so mit Nutella vollgestopft, dass es mir schwer fiel, die Zähne zu putzen.

Wir machten uns fein für eine Erkundungstour in der näheren Umgebung. Erst ging es zur Küste, die ca. 500 Meter entfernt ist. Vorbei an B&B-Schildern und schon morgens besoffenen Pub-Stammgästen. Wettermäßig sah es relativ gut aus. Es war keine Hitze, aber auch nicht sonderlich kalt. Von oben kam nur der Luftdruck.

Wir liefen an einer alten Fabrik vorbei, an einer neuen, und an einem Gelände, auf das man auch gut eine Fabrik bauen könnte. Auf der einen Seite wunderschöne Landschaft – auf der anderen die unendlichen Weiten des Atlantiks.

Wir gingen dann noch einen Wanderweg entlang, von dem wir bis dato nicht ahnten, dass es einer sein könnte. Vorbei an Golfplätzen mit geduckter Haltung (man kann ja nie wissen, was dort für Animateure am Werke sind), an einer wunderschönen alten Villa, an einem Esel, bei dem sich herausstellte, dass es eine Eselin war, nachdem der mal unter den Schwanz geschaut haben und an einem kleinen Zoo. Durch den Wald kamen wir wieder in unser geliebtes Dörfchen Westport und schlugen – nach einem Pub-Besuch – den Heimweg ein. Dies klingt jetzt natürlich ziemlich schnell, aber in Wirklichkeit haben wir dafür gut und gerne drei Stunden benötigt.

Da waren wir wieder, in unserem großen Urlaubshäuschen. Den Rest des Tages verbrachten wir teils am Laptop, teils am Esstisch (zum Abendessen gab es gegrilltes Schweinefleisch) und im Sofa beim Lesen. Ach ja, und drei aus unserer Bande haben sich noch beim Skatspiel vergnügt.

Es muss schon fast morgen gewesen sein, als ich mich die Treppen hochschleppte und mich in mein Bett fielen ließ. Bei dieser Gelegenheit muss ich dem Architekten des Hauses einen kleinen Vorwurf machen: Mein lieber Vater begnügt sich jeden Abend vom Weine und wird schnell mal angeheitert, sollte das allerdings den Hardcore-Zustand annehmen (also wenn er vollbesoffen ist), kann es schnell vorkommen, dass er den komplizierten Treppenaufstieg nicht bewältigen kann. Entweder muss er unten ohne Bettdecke übernachten oder er bricht sich alle Knochen, wenn er der Versuchung des warmen Bettchens nicht widerstehen kann…

Montag, 23. Juli 2001.

Wieder so früh aufstehen. Ich habe mich beschwert, da wir doch Urlaub haben, aber was bringt das schon? Am Frühstückstisch hieß es dann, dass wir den St. Patrick besteigen werden. Es hieß auch, dass den letzten Sonntag im Juli Tausende von Iren auf die selbe Idee kommen würden. Mir tat der arme St. Patrick leid – wenn er impotent werden würde, wäre sein ganzes Image dahin. Man informierte mich aber noch, dass er 2150 Fuß (ca. 790m) hoch sei. Was für ein Glück für mich – es war ein Berg … Wir machten uns nach dem Essen also auf den Weg, der BERG zu erklimmen. Das Wetter sah gut aus, ein wenig Sonnenschein und Quellwölkchen. Ich möchte schon mal vorwegnehmen, dass unsere Leistung würdige, denn von Atlantikhöhe einen 790 Meter hohen St. Patrick zu besteigen ist eine harte Arbeit.

Die ersten paar Meter ging es von der Steigung her und neben uns floss ein Bach. Vorbei an Schafen und über das feuchte Moos ging es fröhlich bergauf. Das dies nicht so bleiben würde, ließ mich ein Blick Richtung Gipfel wissen.

Die nächste Etappe begann. Das Moos und Gras verschwand, das einzige was blieb, waren die Schafe. Viele Steine kamen hinzu. Ich konnte nach einem Viertel schon nicht mehr und war immer letzter in der Reihe. Das einzige Mal, als ich sie einholen konnte, war, als die eine Pause machten. Wir bestiegen den Berg von der Meerseite. Es fing dann auf einmal leicht an zu regnen. Das machte die Sache leider auch nicht einfacher. Dann ging es kurze Zeit geradeaus, als wir von der Meerseite zur Landseite wechseln mussten. Kaum waren wir drüben pustete uns Petrus jede Menge Wind entgegen. Ich spann meinen Schirm als Windschutz auf. Nun verschwanden sogar die Schafe – ich konnte es ihnen nicht einmal übel nehmen. Über unwegsame spitze Steine ging es dann auf zum letzten Teil. Das muss natürlich mal wieder der Brutalste sein. Hätte man sich hinlegen wollen, wäre man glatt runtergerutscht, so steil war es, außer vielleicht ein spitzer Stein würde sich in den Körper rammen, spätestens dann würde der Rutscheffekt vorübergehen. Es war also sehr, sehr steil. Nicht zu vergessen, der Wind pustete, es war nass. Wir waren fast dabei aufzugeben, als wir nach mühsamen zwei Stunden den Gipfel erreichten. Wir hatten auf einen tollen Ausblick gehofft, aber natürlich hatte St. Patrick was gegen kleine, tagebuchschreibende Atheisten. Es war sehr wolkig, auf dem Gipfel. Freundlicher Weise hat Patrick ein Klo auf dem Berg montiert, das ich auch gleich in Benutzung nahm. Die Kapelle, die auch noch da war, blieb leider geschlossen. Oben pfiff ganz schön der Fuchs.

Noch etwas zur Legende des St. Patricks: Er soll vor 00 Jahren den Berg (Achtung!!!) Bahrfuß bestiegen haben und irgendwelche Glocken geläutet hat (eigentlich blieben ja nur seine eigenen zur Auswahl, wahrscheinlich ist die Kapelle deswegen auch weiß) und somit alle irischen Schlangen auf den Gipfel gelockt haben. Danach hat er sie von einer Klippe stürzen lassen und war prompt zum Nationalheld ernannt wurden. Seither kommen Tausende Leute, um den Gipfel zu erringen.

Nach einem kleinen Imbiss ging es dann wieder runter. Man musste aufpassen, dass man keine rasende Geschwindigkeit bekam, bei dem Gefälle. Dennoch hab ich ungefähr dreimal die Notbremse gezogen und konnte der Schwerkraft nicht widerstehen. Ich hatte gehofft, dass der Abstieg doch etwas einfacher wäre, war er auch. Zwar doch noch ziemlich anstrengend aber es ging. Nachdem man wieder auf der Meerseite des Gipfels war, ließ auch der Wind nach. Am Fuß des Herren St. Patricks gab es dann auch leckeren Tee. Und schwups, danach ins Auto. Mein nächster Gang war dann schon der zur Badewanne. Schön warm war es endlich mal wieder. Und dann (nach 3,5 Stunden) ging unser gewöhnlicher Nachmittagsablauf weiter. (Man vergewissere sich beim Sams- und Sonntag.)

Umso länger ich drüber nachdenke – und das sind schon 5 Minuten – kommt mir der St. Patrick, wie der St. Patrick eines jeden Mannes vor: Unten ist er verwachsen, wird nach oben immer spitzer, immer härter, bis schließlich eine völlige Abrundung erscheint. Zufällig war bei unserem St. Patrick sogar noch der weiße Klecks drauf.

Dienstag, 24. Juli 2001.

Wie jeden morgen muss ich auch diesen verfrüht aus meinem warmen, kuscheligen Bettchen steigen. Draußen scheint die Sonne, kaum Wolken am Himmel. Frühstück gab es wieder. Normales. Nach dem anstrengendem Aufstieg des Vortages stand heute etwas weniger Kompliziertes an. Es ging an den Strand.

Wir fuhren mit dem Auto los, da uns unsere Landkarte darüber informierte, dass kein Strand auf Fußmarschentfernung sei. So haben wir nach zwanzig Minuten Fahrt einen leeren Strand entdeckt. Die einzigen, die vor uns da waren, sind Fliegen gewesen. Die nervten die ganze Zeit auch, da sie nicht nur das angespülte Meergemüse besetzten, sondern auch unsere Körper. Ich war meist auf den Felsen unterwegs, die direkt am Strand und zum Teil auch im Wasser waren. Das hat nicht nur Spaß gemacht, sondern mich auch vor den schwarzen Gefährten befreit. Gegen zwölf Uhr kamen wir an dem Sandstrand an und verließen ihn ungefähr sechszehn Uhr Richtung Supermarkt. Wir waren bisher jeden Tag im Supermarkt. Es ist ein Klasse Supermarkt, sehr schön temperiert, mit einer wirklich sensationellen Auswahl an Frischgerichten, Backwaren und sonstigen Schnulli. Was für eine Kaufhalle – einfach spitze.

Nachdem wir unsere Wünsche zusammen hatten, ging es weiter zum Fischladen, dort holten wir uns sechs Schollenfilets, die es zum Abend geben sollte und auch gab. Der Abend verlief wieder entsprechend normal. Ich saß mit meinem Vater am Tisch zum Kartenspielen. Ich gewann jedes Mal. Na ja, zumindest jedes zweite Mal. Ich musste den Salat zurecht schnippeln und kurze Zeit später saßen vier Leute an einem Tisch und hauten sich die Rübe mit vielen Leckereien voll. Danach ging es weiter mit Kartenspielen.

Wir überlegten uns auch so langsam, was es denn Neues gibt, auf der Welt. Wir hatten selbstverständlich schon in mehreren Läden nach Zeitungen geguckt, und wurden fündig. Der Nachteil an diesen war, wie sich herausstellte, dass alle in englischer Sprache gedruckt wurden. So fuhren wir am nächsten Tag nach Belfast um uns eine „BILD“-Zeitung zu besorgen.

Mittwoch, 25. Juli 2001.

Wir mussten leider sehr früh aufstehen. Ungefähr sieben Uhr morgens ging es auf die Beine, vielleicht war es auch schon sieben Uhr dreißig, ich weiß es nicht mehr genau. Ich weiß aber noch, dass es um acht Uhr dreißig Richtung Belfast aufging. Es standen noch 250 Kilometer vor uns. Über die Fahrt gibt es wenig zu berichten, wir fuhren über enge Straßen, die auch von einem „RollerCoaster Tycoon“-Spieler hätten gebaut werden können. Dennoch kamen wir (nicht einmal blass) in Nordirland und genauer noch in dessen Hauptstadt an. Nachdem wir unseren Audi in ein Parkhaus verschanzt hatten, ging es zu einem „Black Taxi“, das uns ins „Hard Rock Cafe“ bringen sollte. Dort angekommen kam eine merkwürdige Gestalt auf uns zu – es war der Kellner. Es schien eine männliche Nixe gewesen zu sein. Zumindest deutete die Anordnung der Augen auf fischige Vorfahren hin. Auch seine Haut war sehr glitschig und feucht. Weiteres Merkmal eines Fisches sind die Schuppen, die auch auf ihn zutrafen. Ganz nach dem Motto – Blubb – nahm er unsere Bestellung auf. In dieser Hinsicht könnte er auch eine Wasserschildkröte gewesen sein. Aber zwei Minuten später war er so flink wie ein kleiner Stichling, weil unsere Bedienung binnen kürzester Zeit dreimal unseren Tisch aufsuchte, um sich nach unserer Bestellung zu erkundigen und um uns zu informieren, dass „draft beere“ aus sei. Dennoch bekamen wir unsere Mahlzeiten nach gut einer Stunde. Gut geschmeckt hat es trotzdem.

Danach haben wir noch das legendäre T-Shirt gekauft und ab ging es in die Innenstadt. Wir haben uns auf der Einkaufspassage verlaufen und nach einer deutschen Zeitung Ausschau gehalten – vergeblich. Mein alter Herr hat sich dann noch eine Wrangler leisten können. Und das Rathaus haben wir noch genauer beobachtet. So besonders hat uns Belfast nicht gefallen, aber Hauptsache das HRC (Hard Rock Cafe) T-Shirt haben. Ungefähr siebzehn Uhr entfernten wir uns aus Belfast. Gegen zwanzig Uhr trudelten wir zu Hause wieder ein. Fasten Essen und spielten Karten (und ich gewann wieder).

Donnerstag, 26. Juli 2001

Der Donnerstag war einer der schönsten Tage und auch einer der Bedeutensten für dieses Tagebuch. Wir standen wie jeden Morgen auf. Frühstückten und putzten die Zähne. Für den Tag war nichts Besonderes geplant. Da der Vortag schon ziemlich stressig war. Während mein Vater und sein Freund einkaufen gingen, kam meine große Stunde. Ich durfte ins Internet-Cafe. Es war toll, sich mal wieder in seiner digitalen Heimat befinden zu dürfen.

Nach der tollen Stunde gab es die nächste Überraschung: Eine deutsche Zeitung. Nein, nicht „die“ deutsche Zeitung, mit den großen weißen Lettern auf schwarzem Hintergrund sondern „Die Welt“. Toll, dass man sich mal wieder über das Neuste in beheimateten Landen erkundigen konnte.

Wieder zu Hause angekommen, machte ich es mir auf dem roten Teppich bequem und breitete das Papier aus. „Aha, so ist das“, „Na so was, was hat er sich denn dabei gedacht“, „Ach, der HSV hat nur Unentschieden gespielt“ waren meine Reaktionen. Auf der Titelseite stand auch etwas von einer Eiszeit auf dem Mars und Astronauten und Forschern. Prompt stellte sich die Frage, was denn der Unterschied zwischen einem Astronaut und einem Kosmonaut sei. Die Antwort hat mich so amüsiert, dass ich sie dem Herrn Tagebuch (ich mache meine Tagebuch einfach mal maskulin, obwohl es vom Artikel her ein Neutrum wäre. Allerdings spreche ich lieber mit einem Kumpel, daher auch die Vermännlichung) nicht vorenthalten möchte: „Der Eine riecht aus dem Mund nach Kaugummi, der andere nach Knoblauch.“

Außerdem war an diesem 26. Juli auch die Geburtstunde des geheimen Tagebuches. Alle Tage vor dem Donnerstag wurden aus meinem Gedächtnis so wiedergegeben. Da muss ich meine großartiges Erinnerungsvermögen gleich mal loben. Tagebuch, du kannst zurecht glauben, dass ich ein Genie bin.

Ansonsten verlief der Donnerstag mit Kartenspielen und Beatlesbuchlesen. Abendessen und Schlafen eingeschlossen.

Freitag 27. Juli 2001.

Am Freitag ging es auf die Insel Archill. Kurz gesagt von einer Insel auf die Nächste. Wir parkten als erstes an einem Strand. Auf dem Weg dorthin, haben wir uns recht amüsiert, dass so viele Schafe frei auf den Wiesen rumliefen, und es nicht selten vorkam, dass auch ein wolliger Gefährte den Verkehr aufhielt. Wir mussten nach der Ankunft am Strand feststellen, dass Schafe nicht als einzige behaarte Lebewesen herumliefen. Neben einigen Mannsbildern und unrasierten Damen liefen auch Hunde am ganzen Strand herum. Wir gingen auf die Klippen zu, die doch einige Meter entfernt waren. In unserer Begleitung befanden sich auch zwei Hundchen. Wir mussten feststellen, dass die irischen Hunde nicht auf das englische Sitz! hörten. Auch auf „Haut ab ihr dummen Biester“ hörten sie nicht und liefen uns fleißig hinterher. Zum Ende, als uns eine Flussmündung den Spaziergang zu den Klippen vermieste und als wir eine Pause einlegten, haben wir uns auch mit den Hundchen besser verstanden. Auf dem Rückweg liefen sie uns weiterhin hinterher. Einer der beiden gehört wohl einem Schäfer, immerhin hat der Wuffmann die Schafe durch die Gegend getrieben. Es war nur noch ein WAU und als Antwort mehrere MÄHs zu vernehmen. Auf der Insel, der der Osteseeinsel Hiddensee ähnelt, gab es auch Berge (, die allerdings größer als auf der Vergleichsinsel sind). Dort gab es das Phänomen der weltberühmten Hangschafe. Das Besondere an dieser Gattung Schaf ist, dass sie ein Paar kurze und ein Paar lange Beine haben. Wir machten mehrere Fotos von ihnen. Als wir weiterfuhren kam uns auch ein Hangschäfer entgegen. Auch dieser hat ein kurzes und ein langes Bein, um auf den steilen Hängen nicht umzukippen.

Nach kurzer Zeit nahmen wir dann eine leckere Suppe als Mittagsmahl ein und fuhren einfach mal zum nächsten Strand, an dem wir uns auch gleich ein paar Minuten ausruhten. Und – auch oh Graus, eine irische Familie kam. So eine, wie wir sie auf der Fähre kennen gelernt hatten. Drei kleine Kinder und die gestressten Eltern. Natürlich sind nicht alle Iren so, die meisten sind sogar sehr nett und liebenswürdig (außer der Polizist, der uns auf der Rückfahrt von Belfast aufs Korn genommen hat). Nichts desto trotz machten die Kleinen einen Höllenlärm. Zum Glück verschwanden sie nach nur einer halben Stunde. Wir hielten uns auch nicht mehr viel länger am Strand auf. Wir suchten noch das Inselbekannte „Death Village“. Wir fanden es auch. Lustiger Weise war direkt neben dem Death Village ein Friedhof, was ich doch sehr passend fand. Zu sehen waren in dem ehemaligen Dorf einige Ureinwohner (es waren Schafe), viele alte Steine, die zusammen die Form mehrere Häuser ergaben und viel Gras. Wir hielten uns nicht lange dort auf, da die Sonne uns auf den Pelz brannte.

Nach diesem Akt ging es dann auch wieder die circa sechzig Kilometer nach Hause – nach Westport. Zum Abendessen gab es an diesem Tag Reste. Ja, wie lecker, es gab Reste, ich habe mich gefreut, auch mal wieder Reste zu essen, da die Reste soooo gut schmecken. Dennoch kam ich gegen dreiundzwanzig Uhr wohlbehalten nach oben in mein Bettchen.

Samstag 28. Juli 2001.

Zum ersten Mal haben wir das erste Mal etwas getan, was wir schon an einem der Vortage unternommen hatten. Damit meinte ich nicht den Klogang, das Aufstehen oder Frühstücken… Ich meine den Tagesausflug.
Es war schönes Wetter draußen. Am ersten Tag sagte uns jemand, es sei schönes Wetter, wenn es nicht regnet. Aber es war auch für uns Deutsche schönes Wetter, denn die Sonne vermochte zu scheinen. Wir hatten schon einmal Sonnenschein am Tagesanfang und zum Mittag hat es gestürmt und geregnet, wohin gegen am Abend wieder warmes Wetter war.

Nach einer langen Rede mit kurzem Sinn wollte ich eigentlich nur sagen, dass wir am Strand waren. Wir kamen gerade zu der Zeit, als die Gezeiten sich veränderten. Vielleicht war es auch schon ein paar Minuten her. Die Lufttemperatur war allerdings viel höher, als die Wassertemperatur, insofern hatte ich auch nicht das dringendste Bedürfnis ins Wasser zu gehen. Ich kletterte also wieder auf meinen Felsen herum und las dieses und jenes aus „Der Welt“ oder einem Buch. Ich habe mich natürlich auch gefreut, dass die Fußball-Bundesliga wieder losging. Nach einer Weile (in diesem Falle würde Weile eine Stunde ausmachen) bemerkte mein Vater, dass drei Schafe die Straße langspazierten. Er kam also auf die Idee, diese doch auf den Strand zu scheuchen, wo sein Freund gemütlich herumlag (Wir waren wieder die einzigsten vor Orte). Diese klappte auch fast, bloß dass es den Schafen dann zu bunt wurde und sie über sich selber und alles was nicht doppelt so groß wie sie drüberstiegen. Leider nicht über die Mauer, die den Strand von der Straße trennte. Sie büchsten uns leider aus. Wir (Vater, Freunds Sohnemann und ich) wieder runter (die Mauer [nicht sonderlich hoch]{ungefähr ein Meter fünfzig}) und nahmen unsere alten Beschäftigungen auf. Gegen sechzehn Uhr verschwanden wir vom Strand und fuhren nach Hause. Im Auto „WAP“te

Um neunzehn Uhr sollte es dann zum Essen aufgehen. Wir gingen das erste Mal zum Essen. Da morgen die ganzen Pilgerer kommen sollten um den St. Patrick zu besteigen, was wir ja schon hinter uns hatten, waren alle Gaststätten sehr voll. Wir fanden schließlich jedoch einen Spanier, der uns deutsche Gäste aufnahm und sich mit uns in Englisch unterhielt – das ganze in Irland. Ich fand, als wir zum Ende mit dem Kellner ein paar spanische Worte wechselten, dass diese Sprache der französischen ähnelt. In der Schule besuche ich den Französisch-Kurs.

Letztendlich hat uns unser Essen sehr gut geschmeckt. Es gab für mich Muscheln und als Hauptgericht einen Fisch.

Wir gingen danach noch in einen irischen Pub namens „Mac Carthy’s“. Dort fasste ich noch zwei Colas ab, bis ich dreiundzwanziguhrdreißig keine Lust mehr hatte und nach Hause ging – ganz im Dunkeln…

Gespenster liefen mir auch keine mehr über den Weg, wobei es bei einer Frau den Anschein hatte, aber ich konnte mich dennoch in unsere Wohnung retten und schlief ein.

Sonntag, Pilgertag, 29. Juli 2001

Oh Gott – Aufstehen. Die Zeit vergeht doch immer am schnellsten, wenn man im Internet ist oder schläft… Leider ließ sich dieser Vorgang nicht vermeiden, so machte ich mich auf die Socken und ging nach unten.

Wir hatten uns für den heutigen Tag nichts Besonderes vorgenommen. Heute musste natürlich damit gerechnet werden, dass die Straßen recht gut gefüllt sind, da die „Pilgrims“ heute den St. Patrick besteigen mussten.

Wir fuhren also erst einmal in die Prärie und suchten nach einer Abbey. Getreu dem Motto Wer sucht, der findet haben wir diese Kirche auch gefunden. Mir seit diesem Tag auf, dass an jeder Kirche auch ein Friedhof angebracht war. Die meisten dieser Ruhestätten waren sehr klein. Zufällig haben wir auch erfahren, dass an dieser Stelle auch der Pilgerweg startete. Wir schauten uns also die Abbey an. Es war ein bescheidenes, recht kleines Gebäude.

Danach fuhren wir in den nächstgrößeren Ort namens „Castlebar“. Ein Städtchen, das in irgendeiner Weise Westport ähnelte. Wir schauten uns auch dort eine Kirche an. Sie war recht gut besucht, um genau zu sein, war kein Platz mehr frei. Alle lauschten den Worten des Pfaffens. Ich wunderte mich, dass die Kirche so voll war, da ich viele Leute auf dem Gipfel des Heiligen Berges vermutete. Außerdem haben wir noch einen Rundgang durch die Stadt unternommen. Da Sonntag war, hatten viele Geschäfte geschlossen. Unsere Vier-Mann-Gruppe hinterließ höchstens ein paar Fettflecken an den Schaufensterscheiben. Immerhin wollen wir ja nicht, dass die eingeborenen Fensterputzer arbeitslos wurden. Vorbei an mehreren Geschäften fiel mir eins auf: Jedes sagen wir mal fünfte Geschäft trug den Name McCarthy. Da wurde mir einiges klar. In der Gegend mussten wohl zwei ganz fleißige Eltern gehaust haben. Ich erinnerte mich nebenbei noch an Fähre, denn in einer Woche sollte es gen Heimat gehen.

Am Abend schauten wir noch in einer Kneipe vorbei, um ein paar Schlückchen zu trinken. Wir stellten fest, dass noch mehrere Pilgerer unterwegs waren. Der Verkehr Richtung Westport staute sich auch auf mehrere Fuß. Auch in der Kneipe staute es sich – an der Theke. Wir kamen nach längerer Wartezeit dennoch zu unseren Colas und Guiness.

Montag, 30. Juli 2001.

-Kotzfähre

-aufstehen

-nasses Wetter

-Schafe liefen auf Insel rum

-Amerikaner, der Vögel in Arsch guckt

-Rundgang um Insel

-schöne Klippen#

-Abends Kartoffelsuppe

Dienstag, 31. Juli 2001.

-Städteausflug Castlebar, Ballin*

-Salatessen

-Einkaufstour

-Bierfassfotografien

Mittwoch, 1. August 2001.

-8-Ausflug

-Platten

-Schloss in Kylemore

-Nonnen- und Mädchenschule

-Garten

-Muttergeburtstag

-Abends Gaststätte wieder drei Musikere

-der Klügere gibt nach

KategorienReiseberichte

Youtube

12. Mai 2008 Konstantin 1 Kommentar

Für alle, die nichts Genaues mit ihrer Zeit anzufangen wissen, können sich ja gerne mal auf Bestofyoutube.com umsehen. Hier wird täglich ein neues Video vorgestellt, das es sich unter Umständen anlohnt, anzusehen. Die Seite ist auf Englisch und dementsprechend sind auch die meisten Videos!

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Der neue Betrieb

Den alten Geschichten seiner Großväter- und mütter zu lauschen bringt mitunter auch den jungen Leuten ein Lächeln auf die Lippen.
Ich möchte hier die Gelegenheit nutzen, eine weitere Geschichte zum Besten zu geben.

Versetzen wir uns ein paar Jahre zurück, vielleicht so 1980.  Auch schon vor Helmut Kohls prognostizierten blühenden Landschaften, erbauten die DDR-Bürgerinnen und Bürger Fabriken,  Lager und Betriebe. Der Schweiß perlte den Arbeitern und Bauern von der Stirn. Auch der Herr, um den es jetzt geht, war einer von denen. Er fuhr stets mit dem Fahrrad zur Arbeit. Eines Tages fuhr er an einer Baustelle am Universitätsgelände vorbei und wunderte sich.
“Wilfrid”, sagte er, “du, die bauen da schon wieder einen neuen Betrieb. Mensch, der ist riesig groß, aber ich weiß man nicht, ich habe den Namen noch nie gehört. Aber es steht ganz groß MENSA drauf!”

KategorienAlltagsgeschichten

Wieder da!

So, da sind wir wieder.
Ich bin ja mal gespannt, wie lange meine Motivation bei diesem Mal hält. Aber ich halte es mir zu Gute, dass bei dieser Version eine sehr leichte Administration möglich ist. Vielleicht wird es auch noch interaktiver und ich kann zum Beispiel weitere Autoren für Reiseberichte oder Alltagsgeschichten gewinne. Immer mal wieder, wenn wer Lust hat. Wir werden ja sehen.

Sollte irgend etwas unklar sein oder vielleicht gar nicht erst funktionieren, dann wäre ich über eine Info doch sehr erfreut.

Also dann – auf ein Neues!

Es ist übrigens sehr zu empfehlen, den Firefox-Browser zu nutzen, da es beim Internet Explorer zu Darstellungsproblemen kommen kann.

KategorienAllgemein

Ein kalter Dienstag…

Es war ein kalter Winter im Jahr 1981. Gerade dieser Dienstag schien einer der kältesten der letzten Wochen zu sein. Es kann in Russland schon einmal vorkommen, dass derart kalte Dienstag gibt.
Herr Heinrich wartete schon ungeduldig; er rutschte auf seinem Stuhl hin und her und schaute immer wieder zur Tür. Sonst kam Herr Reichelt immer pünktlich. Diesmal war er aber schon zwanzig Minuten zu spät.

Der Lada war dieser Zeit das am weitesten verbreitete Automobil in der sowjetischen Hauptstadt. Damit man es am Morgen wie gewohnt starten und nur den Zündschlüssel umdrehen musste, hatten die Bürger dieser Metropole (und auch in anderen Dörfern, Städten und Regionen) einen unregelmäßigen Schlafrythmus. Es war keineswegs unüblich, nachts das warme Bett zu verlassen, um genauso unregelmäßig den Lada zu starten und eine Runde um den Block zu fahren. Sinn dieser für unser (heutiges) Verständnis merkwürdigen Rituale war wieder einmal die Kälte (schließlich würden das Öl oder andere Dinge sonst gefrieren).

Herr Reichelt verbrachte die ganze Nacht gemütlich im warmen Bett und dachte nicht einmal daran, sein Auto zu bewegen. Er hatte einen Wolga und da würde das Öl ganz sicher nicht gefrieren.

Weiterhin soll es ja schon vorgekommen sein, dass Dinge, die man mal eben schnell vom Auto entfernen konnte, auch schnell entfernt wurden. Der Vorrat an Scheibenwischern, Spiegeln und dergleichen war in jener Zeit gering und so bauten sämtliche Russen ihre Teile nach der Fahrt ab, um sie vor der Fahrt wieder am Auto zu montieren.

Als Herr Reichelt nun endlich mit zwanzigminütiger Verspätung das Büro betrat, fiel Herr Heinrich fast vom Stuhl. Warum er denn so spät komme, wollte Herr Heinrich wissen, und warum zum Teufel er seine Aktentasche in den Sessel feuere.
Später sollte sich herausstellen, dass dieser Tag einer der lustigsten im ganzen Büro war und der Grund der Verspätung bei allen Angestellten auf vollstes Verständnis stieß.

Herr Reichelt frühstückte wie gewohnt und folgte auch sonst allen Gewohnheiten seines morgendlichen Ablaufs.
Die erste Ungewohnheit jedoch war, dass sein Schloss vom Wolga vereist war. Er versuchte den Schlüssel ins Loch zu schieben und sah sich mit den natürlichen Grenzen des Eises konfrontiert. Er hatte noch den bitteren Geschmack seines starken Kaffees auf Zunge und für ihn begann der Tag an diesem Morgen nur sehr langsam; verzögert durch diese blöde Kälte, dachte sich Herr Reichelt.
Es kostete ihn zwanzig Minuten bis er es geschafft hatte, das Schloss zu öffnen (Enteiser gab es nicht und an eine Fernbedienung für einen Wolga war bei weitem nicht zu denken). Er lieh sich von einem der vorbeikommenden Moskauer ein Feuerzeug. Mit diesem Feuerzeug erhitzte er abwechselnd Schloss und Schlüssel.
Endlich gelang Herr Reichelt ins Auto und startete den Motor ohne Probleme. Die Fahrt dauerte eine Weile und die Kälte stieg ihm in den Kragen. Er wollte das Fenster schließen, nur war keines offen. Mit Entsetzen stellte Herr Reichelt schließlich fest, dass sein Fenster nicht offen sein konnte. Die rechte Tür war weg ? einfach so und das auch noch über Nacht.

Herr Heinrich bemerkte, dass er dann ja gar nicht hätte zu spät kommen brauchen; er hätte doch auch auf der Beifahrerseite einsteigen können, da dort die Tür sowieso weg sei. Herr Reichelt entgegnete, dass ihm das auch schon aufgefallen sei, er aber wie immer bevorzugt über die Fahrerseite das Auto zu betreten pflegte.

Als Herr Reichelt seine Tasche auf den Sessel schmiss, kullerte noch der Außenspiegel hervor. Herr Reichelt hatte ihn wie gewöhnlich am Vortag nach der Fahrt abmontiert.


So oder so ähnlich könnte es sich zugetragen haben, an einem kalten russischen Dienstag des Jahres 1981. Jedenfalls erzählte mir mein Großvater diese Geschichte, dessen Zeuge er gewesen war. Namen und Daten sind Fiktion, denn wer weiß heute schon, ob dieser Dienstag anno 1981 wirklich so kalt war.

KategorienAlltagsgeschichten

Ein Anflug wandelner Intelligenz

Es war dunkel. Der Raum voller schweißgetränkter Leute. In der Luft lag der Qualm glühender Zigarettenstummel. Die Musik hämmerte auf das Trommelfell ein. Das Licht wechselte im Sekundentakt seine Farbe und Richtung.

David war auch da. Es war sein Geburtstag und er hatte geladen. Er entschied, wir müssen nach Egeln fahren. Wir waren zwölf – nur ein Bus. Wir kamen wohlgesonnen an. Glück gehabt; kein Unfall.

Ich stand im großen Floor. Auf der Bühne waren Duschen aufgebaut. In einer war ein Paar, sie waren nackt. Kaum einer nahm sie für wahr. Alle tanzten weiter oder unterhielten sich. Plötzlich rief einer von uns etwas. Es war zu laut, um es gleich zu verstehen. “Was?” – “David!!” – “Aha!”.
Es war Davids Geburtstag und es erschien mir normal, dass einer seinen Namen rief. Ich schaute nocheinmal auf das Paar in der Duschkabine. Wenn man genau hinsah, erkannte man die Form ihrer wohlgeformten Brüste. Der Typ war dämlich. Man sah ihn zwar nicht, aber ich bin trotzdessen dieser Meinung.
“Da ist David!!”. Ich entschloss mich kurzerhand zu überlegen, wo er denn nun schon wieder sein könnte. “Wo ist er?”, fragte ich.
Ich entdeckte ihn in der zweiten Kabine. Auch sie war nur leicht transparent, sodass mein Blick deren Innenleben nur getrübt wahrnahm. Ich erkannte ihn aber. Es war David – er war in der Kabine. Und er war nicht allein. SIE waren zu zweit. Eine Frau mit ihm unter der Dusche. Es schauten nicht viele hin. Wir fanden es aber lustig, weil es David war. Mir fiel ein, dass wir erst fünf bis zehn Minuten da waren und ich überlegte mir, wie David es geschafft hatte, in dieser kurzen Zeit schon zu duschen. Ich weiß die Antwort immernoch nicht.
Es war sein Geburtstag und er hat es verdient. Ich glaube er durfte sie nicht intim berühren. Die beiden in der anderen Kabine taten es – wahrscheinlich fanden sie es toll.

Die Zeit verging und David war auch wieder trocken.
Es gibt Bars in Egeln. Sein Geld kann man dort gegen Getränke eintauschen. Ich kenne einen, der das tat. Sein Name ist Christian.
Es schien ein gutes Tauschgeschäft zu sein, jedenfalls ließ Christian im Laufe der Zeit diesen Eindruck erwecken.
Dieser Tausch hatte allerdings einen Haken. Christian erkannte ihn dann am nächsten Morgen. Man tut nämlich Dinge, die man normaler Weise nicht ohne Weiteres tun würde. Die Fähigkeit, gerade zu laufen, kommt einem abhanden. Der Sprachduktus erleidet empfindliche Einschnitte. Die Hemmschwelle sinkt, wenngleich Christian nicht duschen ging. Man handelt unterbewusster und mitunter kann es vorkommen, dass man Zusammenhänge nicht mehr richtig einschätzen kann bzw. diese verloren gehen. Christians Affinität zur Intelligenz förderte nun dieses Unbewusste.
Es war voll und eng. Christian brauchte Platz. Er sah die Gelegenheit für günstig, sich diesen Platz verbal zu verschaffen. Er legte seine Karten offen auf den Tisch.
“Macht Platz – hier kommt die Intelligenz”, personifizierte sich Christian. Scheue Blicke fielen auf ihn. Intelligenz. Die Menge verfiel ins Grübeln. Ihre Gesichter versteinerten sich und es begann in ihnen zu arbeiten. Intelligenz. “Macht Patz – hier kommt die Intelligenz”, versicherte Christian erneut.
Die Menge wich zur Seite. Der Überlegungsprozess schien sich dem Ende zu neigen. Intelligenz. Was war das nur?
“Scheiß Hauptschüler”, hörte man Christian murmeln – er kam ungeschadet davon. Ein Individuum rebellierte: “Ich habe den Erweiterten!”. Christian war es egal – “Das ist alles eins”, sagte er während er sich weiter seinen Platz verschaffte und auf den Ausgang zu steuerte.
Die Intelligenz brauchte eine Pause. Christian ging hinaus.

Wir fuhren wieder zurück. Es waren zwölf. Das Auto – ein Mercedes Vito – war zum Bersten gefüllt. Es nieselte und die Straßen waren von einer dünnen Wasserschicht umgeben. Der Fahrer fuhr. Intelligenz, dachte ich mir, kannte er sie? War er ihr schon einmal begegnet? Ich schielte zu Christian. Er verhielt sich unauffällig.
Gut so. Denn wir kamen wohlbehalten in Ottersleben an.

Es war dunkel und Davids Geburtstag war schon gestern.

KategorienAlltagsgeschichten

Klassenfahrt

Aus dem scheinbar unbegrenzten Repertoire an Aktionen, die naturgemäß auf Klassenfahrten passieren, möchte ich jetzt mal eine kleine Sammlung über unsere damaligen Nachbarn zum Besten geben.
Ort der Handlung war Rerik, an der Ostsee gelegen, Zeitpunkt der Mai des Jahres 2003.
Das Rauschen der Ostsee im Ohr bezogen wir damals eine Bungalow-Anlage, in der pro Wohneinheit fünf Leute Platz fanden.
Die Insassen des Bungalows in unserer jetzigen Geschichte waren Marcel Golze, Richard Thies, Richard Prange und Robert Schmalle. Wahrscheinlich sogar noch Christoph Schmidt; das spielt jetzt aber keine Rolle. Nicht nur, dass der Bungalow in einer Woche den Strom verbrauchte, die die ganze Anlage in 2 Jahren nicht benötigt (Grund dafür war, dass Herr Golze mehr Stecker und technischen Equipment als Unterhosen mit dabei hatte) – auch der Alkoholkonsum war in dieser WG überproportional hoch.
Die Bungalows hatten eine Quader-Form, wobei an jeder Seite ein Fenster war. Unbeschreiblich schön sah es also aus, als aus den vier Fenstern vier mehr oder weniger betrunkene Leute ihre Hälser reckten und dem Boden zugewandt sämtliche Körperflussigkeiten – von Kotze über Rotze bis Schweiß – auf die Erde plätschern ließen.
Interessanter Weise hat man festgewordene Reste und auch Geruchsproben dieser Körperinnereien am nächsten Morgen noch auf den Kleidern einiger der Betroffenen gefunden.
Am nächsten Tag entschlossen sich dann die Herren ihren Drogenkonsum (Alkohol ist eine Droge!) zu verringern und den Weg ins Bettchen ein paar Minuten früher als alle anderen Menschen der Anlage zu bestreiten – die Tür vergaßen sie jedoch abzuschließen. Sie bedachten also nicht, dass ihre Wohnung auf einmal schlagartig bevölkert war und ihnen beim Schlafen zugeguckt werden würde. Genau das passierte. Und als die Richards plötzlich wach wurden, war schon der ganze enge Gang des Bungalows mit zahlreichen Leuten vollgestopft. Dieses Ereignis musste die beiden dermaßen geschockt haben, dass sie vergaßen der Spezies Mensch anzugehören und setzte insbesondere Richard Thies” animalische Triebe frei. Opfer des Wildgewordenen war der arme Kai, der an vorderster Front stand und hilflos von dem ca. 50% schwereren Richard an der Kehle angegriffen wurde (wie Raubtiere, die ja bekanntlich ihre Beute auch an der Kehle packen). Schlagartig verließen alle Menschen – außer fünf – den Bungalow. Die Sache verlief dann doch noch einigermaßen glimpflich und Kai kam gerade noch mit dem Leben davon.
Der Abend war für die leidgeplagten Schlafmützen jedoch noch nicht vorbei. Die wache Meute terrorisierte jetzt die Richards von außen durch wildes Einhämmern gegen Fenster und Wände des Bungalows. Wer schon einmal versuchte zu schlafen, während 20 Menschen krampfhaft versuchen einen wachzuhalten, wird vielleicht wissen, dass der Prozess des Einschlafens sich dabei etwas in die Länge zieht und dass je länger der Prozess dauert, die Geduld indirekt proportional abnimmt.
Diesmal war es Richard Prange, der sich auf seine primatischen Vorfahren besann und wie wild aus dem Bungalow gehechtet kam – dabei die Tür aufstoß und diese einem Mädchen der Parallelklasse direkt zwischen die Augen knallte (die Spätfolgen sind immernoch zu erkennen!). Dadurch ließ sich Richard Primange (Neologismus aus Primat und Prange – haha!) jedoch nicht beirren und legte – auch er litt an Übergewicht – den Sprint seines Lebens hin. Statt stolz auf seine unglaubliche Geschwindigkeit zu sein, dachte er nur an eins: TÖTEN, TÖTEN, TÖTEN.
Die Personen, die sich nahe der Tür aufhielten (Christian und Thomas) rannten um ihr Leben. Thomas verschanzte sich in einem Busch und Christian war nun der einzige Verfolgte.
Plötzlich muss Richard eingefallen sein, dass er gerade rennt und dass er sowas normalerweise nicht tut. Sein Limbisches System schaltete sich wieder ab und die Hirnrinde übernahm wieder die Kontrolle über den Denkprozess. Völlig außer Atem schlurfte der enttäuschte Richard (da er niemanden töten konnte) wieder in sein Bett und schlief wahrscheinlich aufgrund der körperlichen Hochleistung augenblicklich ein.
Vielleicht gibt es ja demnächst noch ein paar Geschichten über Klassenfahrten :-)

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Ein Fettnäpfchen…

Es gibt einen Film, der da heißt “Vom Suchen und Finden der Liebe”. Dort spielt Moritz Bleibtreu mit.
In Mayrhofen, dem Ort, an dem wir unseren Skiurlaub verbrachten leben drei Sorten von Menschen: Russen, Holländer und Europäer. Die Europäer waren klar in der Unterzahl und so traf man oft einen mit orangen Mützen oder einer Pulle Vodka in der Hand. Man lief auch mal einigen Deutschen über den Weg, jedoch war der Sachsen-Anhalt-Slang meist die nördlichste Sprachvariante.
Als Kai, Thomas (…) und ich einen Lift hochfuhren erzählte ich von einer Szene des Films. Moritz Bleibtreu ist dort in Rage und sagt etwas in der Art wie “Das heißt nicht Steehrn, das heißt Stern… – Steehrn sagen nur Schwule und… und… und Hamburger”.
Plötzlich erklang eine Stimme neben mir, die sagte unter einem Schal und einer Skibrille hervor: “Hamburger sagen Stährn.. Und schwul sind sie auch nicht – ich bin nämlich zufällig einer.”

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Brille – 00

Aufgabe war es einen Romantik-Zirkel zu bearbeiten. Vossi kam zu mir und bat um Hilfe. Ich sagte ihm: “Okay Vossi, wir hatten das letztes Jahr auch schon in Deutsch, ich bringe dir meine Aufzeichnungen mit”.
Gesagt, getan. Ich brachte Vossi also meine Aufzeichnungen mit, nicht ohne zu vermerken, dass man da vielleicht ein bisschen dran verändern sollte.
Ein paar Wochen später gab es die Arbeiten zurück. Die Deutschlehrerin brachte zu diesem Anlass die aktuelle Ausgabe des Urheberrechtes mit und las den armen Schüler ein paar Zeilen vorlesen.
Die Lehre ist, dass, so faul die Schüler auch sein mögen, sie geliehene Vorlagen stets verändern sollten! Der arme Vossi hat den gesamt Text 1:1 übernommen…

Alle im Text vorkommenen Namen haben keinen Bezug zu real existierenden Personen und sind somit absolut fiktiv.

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