Monthly Archives: Juli 2008

Kleiner Fußballer

Fabian L. sei es zu verdanken, dass ich mal wieder ein kleines Netzfundstück präsentieren kann. Es handelt sich dabei um einen E-Jugendlichen (oder noch jünger?), der erfolgreich wie Streichhölzer agierende Abwehrspieler ausspielt und ein ums andere mal ein Tor schießt.

Nun ist das Talent dieses kleinen Burschens nicht von der Hand zu weisen und die viereinhalb Minuten auf die Bilder zu starren lässt einen doch stark an den eigenen (fußballerischen) Fähigkeiten zweifeln. Doch ich tröste mich gerne mit der Tatsache, dass ich in der F-Jugend gleich bei meinem ersten Spiel auch in Tor erzielen konnte (das Spiel wurde dann mit 3:0 gewonnen).

Also seht selbst:

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Magdeburg

„Los Jungs. Beeilung! Der Bus kommt in fünf Minuten.“ – „Ach, Scheiße! Was machen wir jetzt mit der Mische?“ – „Na füll um!“ – „Oh, so’n Stress jetzt.“ Ein Weiterer: „Kommt jetzt, geht los!“ Ich war mit Fahrrad da und wollte nicht mehr mit den anderen zu einer weiteren Party. Direkt vor der Königstraße 2 in Ottersleben befindet sich die Bushaltestelle.

Ich war bereits draußen. „Der Bus steht da gerade…“, sagte ich. „Was? Oh, los jetzt!“, rief jemand. Sie fuhren mit dem Bus weiter, während ich mich ärgerte nun noch die drei Kilometer bis nach Hause zu müssen.
Es war dunkel. Die Straßenlaternen warfen nicht mehr als ihren gelben Lichtkegel und an einigen Enden war es ganz und gar dunkel. Meine Fahrradlampe wies mir den Weg bis zur nächsten Laterne.

Am Eichplatz bemerkte ich die ersten Menschen, die es kurz vor zwölf Uhr in der Nacht umher trieb. Sie überquerten die Straße; an der Uhr am Rand des Platzes war – nicht wie sonst üblich – kein Mensch. Nur diese drei Leute mitten auf dem gelben Kopfsteinpflaster. Was mag diese Gestalten wohl um diese Zeit hierherführen? Meine Gedankten schweiften ab. Und plötzlich war es der Wind, die mir ins Ohr blies und meine Aufmerksamkeit für die Details dieser Nachtlandschaft weckte, ansonsten war alles sehr ruhig und nichts bewegte sich. Dort hinter den Häusern war ein Sportplatz, auf dem ich früher einmal Fußball spielte. Mein Rad rollte weiter die Straße hinab. Hinter einigen Fenstern brannte noch Licht und das bunte Geflacker eines Fernsehers durchzuckte den schattigen Raum. Ah, dort stand einmal ein Baumarkt. Mittlerweile hat sich an dieser Stelle eine Einfamilienhaussiedlung entwickelt. Nein, bei diesem Baumart würde heute keiner mehr einkaufen. Auf der anderen Straßenseite stehen die Häuser schon länger. Große Tannen und alte Linden ließen hinter ihrer Dunkelheit einen Garten erahnen. In einem blank polierten Klingenschild blitzte für eine kleine Sekunde das gelbe Licht der Laterne. Kurze Zeit später fühlte man sich enger. Die Gebäude waren nun eine Etage höher und direkt am Gehweg gebaut. Meine Fahrradreifen summten auf der asphaltierten Straße und wurden leiser, als ich abbremste. Die Straße mündete nun in die Hauptstraße und ich musste wieder etwas stärker in die Pedale treten, um in Fahrt zu kommen. Die Enge der vorigen Straße wich nun einem Feld auf der einen Seite. Es waren nicht einmal Wolken am Himmel! Hinten am Horizont sah man die viereckigen Wohnsilos aus einem anderen Stadtteil. Fünf Autos fuhren nun am mir vorbei und an einer Haltestellen saßen die nächsten drei Menschen, denen ich auf meiner Heimfahrt begegnete. Sie hielten Bierflaschen in den Händen und lachten. Der Wind holte mich abermals aus meinen Gedanken zurück. Schon hier! Ich musste nur noch die Straße überqueren und in die Florian-Geyer-Straße einbiegen. Jetzt trat ich richtig in die Pedale und der Wind heulte noch einmal auf.

Als ich schließlich zu Hause ankam wurde er leiser und leiser. Schließlich kam mein Fahrrad zum Stehen. Nur noch das Brummen des Garagentors. Ich war zu Hause.

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Die Runde durchs Web

Hallo, heute mal eine direkte Ansprache!

Auch wenn die Kommentare usw. nicht übermäßig häufig (selten also) benutzt werden, frage ich doch gerne mal an dieser Stelle, welche Seiten der geneigte User bei jeder „Session“ ansteuert. Bei mir sieht es so aus: More…

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Na es geht doch gerade nicht!

Ha! Und erneut ist es mir gelungen den Titel eines Artikels im Verhältnis zu dessen Informationsgehalt von höherem Gewicht zu gestalten, als dies notwendig gewesen wäre. Denn wer nun weiterliest, muss sich schon so einiges erhoffen. Im Großen und Ganzen wird es nämlich nur eine „Message“ geben. More…

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Ein paar minimale Änderungen

Ja, nun klickt man schon einmal auf diese vielsagende Überschrift und erwartet nun Großes. Aber es ist tatsächlich nur so, dass es ein paar minimale Änderungen gibt. Falls du zum ersten Mal hier bist, wirst du sie ohnehin nicht erkennen (falls das zutrifft: ein fröhliches „herzlich Willkommen!“). More…

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Russisch Brot

Ich war heute im Supermarkt in Yaroslavl, wollte meine Einkäufe erledigen. Der REAL-Markt ist in der Wochenmitte immer noch nicht so überfüllt. Bin dann zufälligerweise in die Backwarenabteilung geraten, wo blaue BAHLSEN-Tüten meine Aufmerksamkeit erzeugte, es waren Tüten mit „Russisch Brot“, da ist mir eingefallen, dass es dieses Gebäck auch schon zu DDR Zeiten gab, als noch viele Russen mehr oder weniger freiwillig dort lebten. Da ich mit einer Russin unterwegs war, fragte ich gleich mal nach, ob man „Russisch Brot“ von einem russischen Hersteller kaufen könne. Meine Überraschung war sehr groß als sie sagte, ihr sei „russki chleb“ überhaupt nicht bekannt, weitere Forschungen blieben auch erfolglos.
Fazit: Was wir von Russland kennen, ist noch nicht mal russisch!

Übrigens noch ein weiteres Beispiel: als ich vor einigen Jahren mehrfach in Mexiko weilte, wollte ich unbedingt mal das für Deutsche typisch mexikanische Gericht „Chilli con carne“ essen, es war aber dort völlig unbekannt und auch nicht verfügbar.

Kennt ihr weitere Beispiele deutscher Spezialitäten mit ausländischem Namen? Wenn ihr Lust habt, könnt ihr es in den Kommentaren schreiben.

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Der erste Tag an der Uni

Eine Anekdote zum Sonntag:
Nun kam also der Augenblick, an dem ich mich als Student betiteln durfte. Wahnsinn, nach 13 Jahren Schule nun sowas!

Am Anfang bekam ich wie jeder andere auch diese wunderschöne Informationsmappe unserer Fakultät zugesandt, in der die ersten Termine verzeichnet waren. Meine erste Woche begann irgendwann im Oktober und sie nannte sich fortan „Einführungswoche“. Wir wurden brachialer Weise bereits um 7:30 Uhr eingeführt. Der Dekan der Fakultät hielt eine Ansprache an die Neuen. Ich saß nun im Hörsaal und schaute mich um und entdeckte hier und da das ein oder andere bekannte Gesicht. Das nutzte mir aber wenig, da die bekannten Gesichter zu unbekannt gewesen waren, um bekannt zu sein… Man hatte sich also schon einmal gesehen, aber mehr auch nicht.

Im Anschluss daran – wie sich später herausstellte für Studenten immernoch eine frühe Zeit – fand ein Rundgang über das Campus-Gelände statt, wo die WLOer (Wirtschaftsingenieurwesen und Logistiker) bereits unter sich waren und in vier Gruppen eingeteilt wurden. Ich kannte immernoch keinen Menschen. Aber da in unserer Gruppe nur drei männliche Wesen waren, unterhielt man sich recht angeregt. Schnell stellte ich fest, dass dieser eine von den beiden doch aus Halle kommen müsste. Für einen überzeugten Magdeburger eventuell ein kleines Problem. Doch Statistiken zeigen (nimmt man die der Einwohner heraus), dass Halle immerhin noch „schlechter“ sei, als Magdeburg. Das wissen zwar alle, bloß die paar Hallenser wollen dem keinen Glauben schenken (ich weiß, wovon ich rede, Halle ist wirklich grauselig). Nun freundeten Fabi, Basti (aus der Nähe von Cottbus und von Natur aus daher kein Klassenfeind) und ich uns über alle kulturellen Grenzen hinweg doch irgendwie an…

Im Jahre 1987 beendete mein Vater sein Maschinenbaustudium in Magdeburg. Unter seinen Kollegen war damals auch Hartmut Volkmann aus Auleben (nahe Nordhausen in Thüringen). Auf den in den folgenden Jahren stattfindenden Seminargruppentreffen lernten sich also auch irgendwie die Kinder an. Da ich schon so weit aushole, dürfte nun klar sein, dass sowohl Christian als auch ich wir es für sehr unwahrscheinlich hielten, nun nach 20 Jahren ebenfalls im selben Studiengang zu sein und so gingen wir einfach aneinander vorbei als wir uns das erste Mal sahen – lernten uns im Folgenden aber auch besser kennen.

Zu guter Letzt noch ein nettes Fettnäpfchen. Christian wollte auch neue Bekanntschaften knüpfen und so kam es, dass er am ersten Tag vor einem Jungen mit blondem Haar stand. „Ja und was studierst du so?“, „Woher kommst du?“ und so weiter waren die damals gängigen Fragen. „Und wie heißt du?“, fragte der blonde Junge. „Christian“, antwortete Christian, „und du?“ – „Horst“. Ah, na klar, der war gut, dachte sich Christian und lachte kurz. „Haha, sag mal wirklich“, meinte Christian. Horsts Miene verfinsterte sich und das Gespräch konnte als beendet angesehen werden.

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Großunternehmen Serie. Teil2: Otto Group

Nach amazon.com ist Otto der größte Online Händler weltweit. Das ist doch mal eine Aussage. Ein deutsches Unternehmen ist die Nummer zwei weltweit! Mehr noch, die Otto-Group beschäftigt ca. 55.000 Mitarbeiter. Die Gruppe, die mit 123 Gesellschaften in 19 Ländern operiert, ist in vier Segmente aufgeteilt: Finanzdienstleistungen, Einzelhandel, Großhandel und Service.

Das Unternehmen wurde 1949 von Werner Otto als Schuhversand gegründet und expandiert seitdem ständig durch Joint Ventures und Neugründungen. Im Folgenden werden nun einige dieser Unternehmen wahllos aufgezählt.

Otto Versand: Der Klassiker und immerhin schon im Namen enthalten. Jeder kennt von Mutti die Kataloge oder hat vielleicht sogar schonmal selbst etwas bestellt.

Nun aber zu den weniger offensichtlichen Beteiligungen. So gibt es da zum Beispiel die Baumarkt Direkt AG. Diese hält 50,1% am hagebaumarkt – mach dein Ding!

Weitere Versandhäuser sind Baur, manufactum, Alba Moda oder apart. Bon Prix verkauft einige Textilien und cofidis kümmert sich um Kredite. Crate&Barrel verkauft Haushaltswaren in den USA und discount24.de ist ein Onlineversandhaus. EOS tritt als Europas führender Anbieter für Financial Services in Erscheinung.

Frankonia, Sport Scheck und Zara kennt man aus einigen Einkaufszentren und bei Küche&Co kann man selbige kaufen. Bei mytoys.de kann man Spielzeuge für den jungen Nachwuchs erwerben.

Um den Urlaub kümmert sich OFT. Diese Tochter betreitbt zum Beispiel „Reiseland“-Filialen oder den Travelchannel und flug.de für Online-Bucher.

Für den Versand der Ware sind schließlich Hermes Logistics oder die dazu gehörende TNT zuständig, die oft mit ihren blau-weißes Autos durch die deutschen Straßen jagen.

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